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Ultraliberale Korrispondenz |
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Ultraliberale Korrespondenz Nr. 108 - 01.10.2022 Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen. Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris * gemeint ist nicht Nazismus, sondern autoritär, autokratisch, totalitär, illiberal Deutschlands Problem - die extreme/radikale Mitte Sie vertritt gewagte Meinungen und gibt klare Befehle. „Unser aller grösstes Problem ist der Klimawandel - die Klimakatastrophe.“ „Nur noch nachhaltig, nachhaltig, nachhaltig“ „Putin ist unberechenbar, aber wenn er eine Atombombe auf Kiev oder München werfen lässt, dann muss er damit rechnen, dass er eine zurück bekommt - auf Moskau oder St. Petersburg - also so berechenbar ist er doch.“ „Die Ukraine muss siegen.“ „Putin will ja doch nur die Sowjetunion wieder herstellen, es ist sinnlos mit ihm zu verhandeln.“ „Im Donbass müssen wir unsere europäische Freiheit mit allen Mitteln verteidigen.“ „Keine Kompromisse mit dem Verbrecher“ „Er muss vor das Kriegsverbrechertribunal“. Das ist die Einheitsmeinung der meisten Politiker Westeuropas und fast der gesamten Presse. Man klammert seit Jahren glatt die Toten Russen („Separatisten“) aus und nimmt viele getötete Ukrainer gern in kauf. Kaum noch ausgleichende, friedliche, wirklich liberale Meinungen sind zu hören oder zu lesen. Ja, doch die sehr vernünftige Meinung von Herrn Roger Köppel unter „Weltwoche daily“ - Schweizer und deutsche Version fällt auf. Und - unglaublich - die beiden INTERNET-Kommentatorinnen der radikalen/extremen linken und extremen rechten Parteien - Frau Sarah Wagenknecht und Alice Weidel machen vernünftige Vorschläge wie man das Problem lösen könnte. Sie sind nicht den traumtänzerischen Ideen der deutschen und europäisch/amerikanischen Parteien der extremen/radikalen Mitte verfallen. Gegen den totalen Realitätsverlust - die Kommentare WWW = Wagenknecht, Weidel, Weltwoche Die Kriegserklärung Ich träume. Eine nicht gewählte Politikerin erklärt der zweitgrössten Atommacht der Erde im Namen der Europäischen Union, deren Bürger ich bin, den Krieg. Nein, ich träume nicht, Frau von der Leyen hat Russland ausdrücklich im Namen der EU den Krieg erklärt. Ja, nur den Wirtschaftskrieg. Schliesslich gibt es verschiedene Kriege - den Pressekrieg, den Wirtschaftskrieg, den Stellvertreterkrieg, den Bombenkrieg, den Terrorkrieg und den Atomkrieg. Der Wirtschaftskrieg ist natürlich nicht so schlimm wie der Atomkrieg, aber woher wollen wir wissen wie Russland dagegen antwortet? Wenn es in der Europäischen Union hierzu eine Volksabstimmung gegeben hätte, bin ich sicher dass dieser Krieg nicht erklärt worden wäre. Diese verantwortungslose Person setzt unser Leben, dass unserer Kinder und Enkel und nicht zuletzt das viele Ukrainer und Russen aufs Spiel ohne dazu autorisiert worden zu sein. Wir können nur hoffen, das die Russen den Krieg nicht verlieren oder aber wenn sie auf der Verliererseite sind, die Nerven behalten und nicht aus Verzweiflung eine Atombombe auf Kiew, Mailand oder Berlin abwerfen. Ohnehin ist Von der Leyen viel weniger demokratisch legitimiert als Putin. Man kann sicher zu Recht sagen, dass es bei der Wahl Putins viel Unregelmässigkeiten gab, aber Russlandkenner sagen, dass dennoch sich ist, dass er eine Mehrheit der Stimmen hatte. Von der Leyen ist lediglich eine von Politikern ernannte Funktionärin umgeben von anderen Sesselfurzern. Als in den vergangenen 8 Jahren die ukrainische Armee und ihr nahestehende Gruppen wohl 14000 Dombass-Separatisten töteten, hatte Frau Von der Leyen ja auch niemandem den Krieg erklärt. Direkte Demokratie Wieder der Beweis, dass die direkte Demokratie - wie in der Schweiz - Riesenvorteile hat: In Umfragen bescheinigt die Mehrheit der europäischen Bürger Frau Von der Leyen ihre totale Unfähigkeit. Wir sind doch Demokraten? 1958 haben die europäischen Steuerzahler etwas in meine politische Bildung investiert: Ich durfte mit vielen jungen Liberalen in einem zweimotorige Flugzeug und Düsseldorf nach Southend on Sea bei London fliegen und uns wurden nicht nur die demokratischen Einrichtungen des vereinigten Königreichs gezeigt, nein wir genossen auch London. Danach wurden wir zur NATO, damals in Paris, eingeladen. Ich war zwar schon überzeugter Demokrat weil ich jeden Abend die Stimme Amerikas im Radio gehört hatte, aber alles wurde noch einmal unterstrichen und wir alle waren hundertprozentig überzeugt, dass man niemals mehr seine Meinung mit der Maschinenpistole durchsetzen würde, sondern immer mit Wahl- und Abstimmungsargumenten und dem Stimmzettel. Es erstaunte mich daher nicht, dass es Abstimmungen gab über die Saar, über die Slowakei, über Schottland, über den Kanton Jura bzw. den Kanton Bern. Da fiel nirgends ein Schuss. Umso mehr bin ich erstaunt, dass im Falle des Donbass und der Krim es bei uns in Westeuropa offenbar keinen einzigen Demokraten mehr gibt. Die Russen kündigen eine Volksabstimmung im Donbass an. Man könnte nun sagen, Sie muss international kontrolliert werden, damit es möglichst wenig Unregelmässigkeiten gibt. Aber nein, unsere Politiker und fast unsere gesamte Presse lehnen das Ergebnis bereits von vornherein ab. Sollte tatsächlich die Regierung Putin demokratisch sein und wir nicht? Ich glaube ich träume. Wenn man genauer hinschaut, könnte einem leicht klar werden, dass wir unsere Energieversorgung, unsere gesamte Wirtschaft und unseren sozialen Frieden vergessen, nur um im Donbass eine Volksabstimmung nicht anzuerkennen - sowie auf der Krim. Dabei beziehen wir uns auf das so genannte Völkerrecht. Wenn aber das Völkerrechts entscheidet ob die Bürger im Donbass und auf der Krim von Kiew und Moskau regiert werden sollen und wenn dafür Menschen totgeschossen werden, dann ist das Völkerrechts ganz eindeutig ein Haufen Scheisse. Das Problem ist nur, dass man aus der verfahrenen Situation schlecht wieder herauskommt. Sichere nicht, indem man die geplanten Referenden als Scheinreferenden bezeichnet. Richtig wäre doch nur eine internationale Aufsicht über die Abstimmungen und Auszählungen zu fordern. Sind wir denn keine Demokraten mehr ? Der Schumann Plan Nein ich meine nicht den erfolgreichen Schumann Plan von 1950 sondern den folgenden von mir erdachten: Man könnte für Donbass und Krim einen Kompromiss finden. Beide Gebiete erhalten eine grosse Unabhängigkeit und eine Koalitionsregierung bestehend aus proukrainischen und prorussischen Politikern. Die internationale Gemeinschaft verpflichtet sich zu einigen Leistungen um diese Lösung den Politikern schmackhaft zu machen. Die britische Regierung stellt dem Präsidenten, dem Premierminister und dessen Stellvertreter einen Rolls Roys zur Verfügung den anderen Ministern und Staatssekretärin jeweils einen Bentley, die Franzosen der Regierung einen komfortablen Privatjet der Marke Dassault, die Italiener ein wunderschönes Regierungspalais, die deutschen jedem Minister und Staatssekretär eine Privatvilla mit Swimmingpool, die Staaten der afrikanischen Union stellen jedem Politiker, auch den Abgeordneten für einige Jahre sehr repräsentatives Dienstpersonal zur Verfügung je nach Wunsch junge Männer oder Frauen. Dies wäre eine rein europäisch/afrikanische Lösung, auf das Angebot der Amerikaner einige ausgediente Kampfjets zur Verfügung zu stellen und das Angebot der Russen ganz vorbildlich einen Geheimdienst zu organisieren, würde man grosszügig verzichten. Nordstream 2 Was haben sie Politiker und staatlichen Sesselfurzer überhaupt mit dieser Gasleitung zu sagen ? Da ist eine russische Firma und eine deutsche Firma die eine Gasleitung gebaut haben und betreiben wollen. Das geht die Staatunkuli doch einen feuchten Kehricht an. Einer der wenigen wirklich liberalen Politiker - Wolfgang Kubicki - sagt das einzig vernünftige: “Wenn angeblich Nordstream 1 technische Probleme hat, nutzt Nordstream 2, nehmt die Russen beim Wort.” Aber unsere Politiker wollen das garnicht . Es könnte ja schiefgehen und da liefern die Russen dann tatsächlich Gas. Ja, die Russen haben total überreagiert. Ein Krieg gegen die Ukraine war völlig überzogen und ganz besonders dumm war, dass man die Ukrainer nicht vorher vor dem Einmarsch gewarnt hat und behauptet hat, es seien nur Manöver. Ich bin ziemlich sicher, die Beteiligten werden im letzten Moment Einsicht zeigen und sich endlich besinnen, dass es ziemlich scheissegal ist, ob die eine oder andere Region von zweifelhaften Regierungen aus Kiev oder Moskau regiert wird, aber ich fürchte doch, dass es eventuell zu einem Atomkrieg kommt, speziell wegen meiner Kinder und Enkel. Die Politik unserer gewählten Regierungen läuft leider darauf hinaus. Meine Kinder und Enkelinnen dürfen nicht in einem Atomkrieg sterben, nur damit Joe Biden, Annalena Baerbock oder Ursula von der Leyen Recht behalten. Ja, Putin hat den Krieg 2022 angefangen. Aber der Krieg läuft schon seit 2014 mit 14.000 Toten im Donbass, meist Menschen, die nur immer Russen waren und bleiben wollten. Die Russisch sprechen wollten und nicht Ukrainisch. Und die deswegen von den Ukrainern bestraft wurden. Klar, dass diese Leute die Russen zu Hilfe gerufen haben und noch langer Geduld erhört wurden. Roger Köppel von Weltwoche daily heute hat recht, aber leider predigen fast alle westeuropäischen Medien, dass die Kriegstreiber Biden, Baerbock, Von der Leyen und so weiter mit recht fordern, dass Russland besiegt werden muss und noch ein paar andere Medien, dass Russland vernichtet werden muss. Von Kaliningrad/ Königsberg bis Wladiwostok ? Ich habe noch 6 Jahre Naziregime und 6 Jahre Sowjetisch Besetzte Zone erlebt. Und meine Generation hatte noch richtig und zu Recht Angst vor der Atombombe und ich bin entsetzt wie leichtfertig man heute mit dieser Gefahr umgeht und es den Politikern nur darauf ankommt recht zu behalten und ihre Moralwerte durchzusetzen. Die Scheinabstimmungen Unsere Kriegstreiber und Kriegstreiberinnen haben ja sofort gesagt, dass sie die Abstimmungen im Donbass niemals anerkennen wollten. Und dann sagten sie doch, dass die Urnen ja durchsichtig waren. Ja, das macht man so, damit alle sehen können, dass sie am Anfang leer sind und nicht schon mit gefälschten Stimmzetteln gefüllt. Dann passte ihnen nicht, dass man auch von Haus zu Haus ging, teils in Begleitung von Soldaten. Da könne ja nicht geheim abgestimmt werden. Das die Meisten den Stimmzettel falteten um ihn in die Urne zu stecken nahmen sie nicht zur Kenntnis. Nun, es mag ja sein, dass es Fälschungen und Einflussnahmen gab. Das hätte man ja verhindern können, wenn man internationale Überwachung gefordert hätte. Aber man wusste ja wohl schon wie es ausgeht, deshalb hat man arrogant gesagt, dass man das Ergebnis ohnehin nicht anerkennt. Mag sein, dass bei internationaler Überwachung keine 98 % und auch keine 88 % oder 78 % herausgekommen wären, aber warum können wir nicht anerkennen, dass dort Russen wohnen, die russisch sprechen und leben wollen. Aber nein, die Bidens, die Generalfeldmarschallinnen Von der Leyen, Baerbock und andere Moralisten, Schützerlinge, Kanalnager und Afterviolinen, die uns schon das Leben mit Klima, Nachhaltigkeit und Virus unmöglich machen wollen, lassen nicht locker. Sie wollen den Krieg und den Sieg und sind ganz mutig und todesverachtend - bis zum letzten Ukrainer oder falls die Russen verlieren und verzweifeln - eine Atombombe auf Kiev, Berlin oder Paris ? Aber es gelingt uns derzeit nicht, sie zum Teufel zu jagen. Bleibt nur ein positiver Punkt: So hat nun fast die ganze Welt über das überhebliche, arrogante Europa was zu lachen. Peter Paris |
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E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu |
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