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Ultraliberale Korrispondenz |
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Ultraliberale Korrespondenz Nr. 106 - 06.06.2022 Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen. Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris * gemeint ist nicht Nazismus Das 9-Euro-Ticket und die Zukunft Da alle drei Schlamassel (Virus.. , Panikreaktion Russlands und Flüchtlingsdesaster) diesmal im Grunde alle von westeuropäischen Karrierepolitikern und moralinsauren Möchtegern-Heiligen selbstgemacht sind, ist es schon sinnvoll, finanziell schwächeren Mitbürgern so etwas zum Ausgleich anzubieten. „Genialerweise“ verbindet man das Halbgeschenk gleich mit einer grünen Umerziehungsmassnahme: Sie Leute sollen doch gefälligst wieder mehr Zug und Bus fahren. Es ist schon erstaunlich, wenn sich grüne und ähnliche Politiker nicht schämen, sich von Bürgern wählen zu lassen, die garnicht daran denken, ihr Leben den Forderungen dieser negativen Eliten anzupassen und weiterhin fliegen, Autofahren, Fleisch essen, in gut geheizten, grossen Wohnungen leben, gern neue Kleider kaufen und bedenkenlos eine Banane essen, obwohl der Transport eines Apfels kaum CO2 verursacht hätte. Die ökologische Zukunft Um uns auf die Zukunft einzustellen und richtig zu planen, müssen wir uns einmal in die Menschen hinein versetzen, also in uns Bürger, Verbraucher und Entscheider von morgen und übermorgen. Es hat keinen Zweck, abgepresste Steuergelder für Investitionen zu verwenden, die unsere normalen Mitbürger morgen garnicht mehr nutzen möchten. Ich entsinne mich, wie in den fünfziger Jahren in Deutschland und anderen Ländern für viel Geld Teile der Innenstädte abgerissen wurden, damit die Autos schnell mittendurch fahren konnten. Das hat man dann später wieder umgebaut, die Leute wollten lieber langsam Schaufenster anschauen, im Strassencafé sitzen und Mädchen im Minirock hinterher schauen. Veröden die Innenstädte ? Herr Precht forderte im Fernsehen, dass man bei Einkäufen bei Amazon und anderen INTERNET-Quellen künftig mehr Mehrwertsteuer zahlen solle, damit die Geschäfte der Innenstädte erhalten würden. Wieder Volkserziehung ! Nun, die Innenstadt, die ich in den letzten 60 Jahren am meisten besuchte, war die von Lugano. Sie war nie verödet, nicht bevor es Amazon gab und auch zu keinem späteren Zeitpunkt. Ja, es hatte sich einiges geändert. Mitten auf der beliebten Via Nassa gab es Pestalozzi, ein grosses Geschäft für Haushalts- und Eisenwaren, dies wurde auch von einem internationalen Luxus-Mode-Laden verdrängt. Nun besteht also die „Gefahr“, dass Modegeschäfte wieder verschwinden. Gut, kann sein. Aber ich finde Haushalts- und Eisenwarengeschäfte auch gut und ebenfalls Tanzschulen, Delikatessläden, Sanitärgeschäfte, italienische Cafés, Kunstgalerien und - warum nicht - Bestattungsunternehmen. Es wird immer Leute geben, die gern durch die Stadt laufen, obwohl sie genau wissen, wie sie per Computer- und INTRNET alles Mögliche bestellen können. Die Fortbewegung morgen Man muss kein Spezialist sein um das einzuschätzen und vorauszusehen. Darüber wird glücklicherweise viel berichtet. Das selbstfahrende Auto wird von sehr vielen unserer Mitbürger erst zu einem sehr späten Zeitpunkt erwartet. „Bis das mal hundert Prozent Sicherheit bietet werden noch Jahre vergehen.“ Ja, 100 % Sicherheit wird man auch in hundert Jahren nicht erreicht haben. Aber das wird garnicht das Problem sein. Wenn man nachweislich nachvollziehen kann, dass das selbstfahrende Auto auch nur 50 % der Unfälle verursacht oder verhindert, dann wird es nicht aufzuhalten sein. Welcher Politiker könnte über längere Zeit Schlagzeilen ertragen wie: „Verkehrsminister XXX kann nicht leugnen, dass er durch seine restriktive Politik den Tod von 1700 Menschen - Frauen, Männer, Mütter und Kinder - in Kauf genommen hat.“ Das selbstfahrende Auto wird also viel schneller kommen als wir alle denken. Und man muss kein Verkehrsspezialist sein um vorher zu sagen, dass es die Bewegungs- und Reisegewohnheiten erheblich ändern wird: Auch wenn die Eltern schon auf Arbeit sind kann der Achtjährige per Smartphone ein Elektroauto bestellen, was ihn zur Schule fährt. Und auch wenn man von Arosio (Tessin/Schweiz) nach Bad Waldsee (Württemberg/ Deutschland) fahren will, kann man das gut mit elektrischen Autos tun, auch wenn die Batterien nicht reichen würden: Der erste Wagen würde per Zentralcomputer kalkulieren, dass er vielleicht in Airolo wieder aufladen müsste. Also fährt er/sie oder beide - einfach los und hält an der Ladestation Airolo an und wechselt einfach das Auto gegen ein volles. Der Computer es Wagens warnt noch, dass man den Koffer im Kofferraum vergessen hat. Die heruntergefallene und vergessene Sonnenbrille müsste jedoch von Hand wieder herbeigeschafft werden. Mit dem zweiten Auto könnte man aber bis Bad Waldsee durchfahren, falls das inzwischen gut organisiert ist. Sonst wird es eben an der österreichischen und der deutschen Grenze Lade- und Auto-Auswechsel-Stationen geben. Technisch einfacher als vom selbstfahrenden Auto ist die Programmierung selbstfliegender Flugzeuge. Man muss weder beachten, dass in 3000 m Höhe plötzlich Schafe die Fahrbahn überqueren, noch muss der Flugzeugcomputer schnell kalkulieren, ob unser Wagen und der Entgegenkommende sich beide an der engen Stelle der Gebirgsstrasse zentimetergenau durchquetschen können oder nicht. Es gibt in Flugzeugen bereits Anti-Collission-Beacons, die verhindern, dass man gegen andere harte Gegenstände stösst und bei der Firma Garmin kann man für einige Kleinflugzeugtypen ein Dispositiv erwerben, das auf Knopfdruck bei einem Totalausfall des Piloten das Flugzeug selbständig einige Flugplätze selbst anfliegt und automatisch landet. Diese Technologie ist also praktisch schon einsatzfähig und wird für viele Reisen künftig sehr erfolgreich sein. Wenn man künftig weltweit mit vielen neuen Atomkraftwerken viel CO2 herstellt, wird dieses Verkehrsmittel auch noch unheimlich ökologisch funktionieren. Diese beiden neuen Verkehrsmittel werden der Eisenbahn sehr viel Geschäft wegnehmen und es ist deshalb nicht sinnvoll, heute mit abgepressten Steuergeldern alle möglichen Bahnprojekte zu realisieren. Subventionen - für alle, die den Staat überlisten Jemand in einem Dorf in Zentralafrika muss aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, wenn er/sie eine Reportage aus Europa sieht, wo Leute drin vorkommen, die kein Dach über dem Kopf haben und stattdessen die Nächte in ihrem Gebrauchtwagen verbringen. Ja, ein wenig Haus zum Schlafen, dass findet man in Zentralafrika, aber von einem eigenen Auto - davon kann man nur träumen. Nun, mit einer Säge, einer Axt, Nägeln, Holzbalken, Schilf oder Dachpappe u.s.w. kriegen viele die Hütte hin. Aber selbst mit dem besten Werkzeugkasten klappt das mit dem Auto einfach nicht. Also da muss bei den Europäern irgendwas schief laufen. Fast alle Deutsche haben ein Auto oder können es sich zumindest leisten, aber mehr als die Hälfte hat kein eigenes Haus und viele schaffen es nicht, eine schöne, bezahlbare Wohnung zu finden. Warum werden nicht mehr Wohnungen gebaut ? Es gäbe massig Kunden und Mieter dafür. Es würde sich gewaltig lohnen. Diese Frage hat mir ein deutscher Architekt schon vor 40 Jahren beantwortet: „Eigentlich wäre es besser, ich würde gleich einen Juristen ans Zeichenbrett stellen.“ Und inzwischen hat der ehemalige bayrische Bundesinnenminister Zimmermann im Fernsehen überzeugend gesagt, dass es heute 22.000 Bau-Vorschriften zu beachten gilt. Das heisst, eigentlich ist Wohnbau in Deutschland total verboten und selbst jemand, der sehr pervers und masochistisch veranlagt ist, findet viele Möglichkeiten sein Geld einfacher anzulegen oder aber er findet gar kein Grundstück, auf das er die Hütte oder das Hochhaus bauen könnte. Und wenn er/sie tatsächlich in der Stadt zum Beispiel ein verlassenes Fabrikgrundstück gefunden hat, dann darf man darauf nicht etwa so viele Stockwerke bauen wie er/sie will, nein, denn eigentlich ist in Deutschland Bauen verboten, nur wenn man mit viel Raffinierte und Geduld die staatlichen Sesselfurzer überlistet, dann könne es vielleicht klappen. Nun ist den schrecklichen rot-grünen Staatsvertretern was neues eingefallen, wovon sie hoffen, zu ihren faschistoiden, superintellektuellen Stammwählern doch noch ein paar ärmere Mitbürger hinzu zu gewinnen: Sie möchten all denen, welche die Baugenehmigungsämter und Sesselfurzer mit viel Geduld und Tücke überlisten und denen es gelingt, doch noch zu bauen, Subventionen bezahlen. Also würde man das den arbeitenden Bürgern abgepresste Steuergeld dazu verwenden, die bösartige Baubürokratie zu überlisten. Nun gut, dann könnte man ja auch Steuergeld für Prämien ausgeben, die man all denen bezahlt, die trotzdem den Wohnungsbau verhindern. Natürlich kommt man nicht auf den einfachen Gedanken, 99 % aller Bauvorschriften zu annullieren und in den Mülleimer zu werfen. Dann gäbe es in Deutschland immer noch 220 Bauvorschriften, was sich sehr vernünftig anhört. Und andererseits sollten Schützerlinge und Politiker gemeinsam 1 % der Fläche des Landes ausweisen, wo nichts ohne Genehmigung verändert werden darf. Und auf dem Rest der Landesfläche dürften die Grundstückseigentümer machen was sie wollen, abholzen, abreissen, bauen, umbauen, ausbauen - alles was immer sie wollen, ohne Genehmigung. Dann sähe der Mietwohnungsbau aus wie heute der Gebrauchtwagenmarkt - jedermann und jedefrau können unter mehreren erschwinglichen Angeboten auswählen, was sie mieten oder kaufen wollen und was nicht. Bei den Bauämtern könnte man dann grosszügiger sein und nur 90 % der Mitarbeiter feuern. Keine Angst, dass die Landschaft hässlicher wird. Bis ca. 1960 durfte man in Italien überall bauen und doch finden fast alle, dass Italien ein schönes Land ist und in einem echten Markt müssen alle schön bauen, denn die Mieter und Käufer bevorzugen schöne Häuser - schöner als die deutschen, uniformierten anderthalbstöckigen Siedlungen allemal. Eine grünliche Geschäftsidee Eine besonders nachhaltige Type hat nun doch wieder einmal offiziell vorgeschlagen, dass man verbieten soll, dass in einem Personenwagen nur eine Person sitzt und zur Arbeit fährt. Nun, wenn das Gesetz wird, kann ich vielleicht auf Nachsicht hoffen. Ich wiege ca. 115 kg würde sofort den Antrag stellen als zwei Personen zu gelten. Schliesslich kann ich ja auch wählen, ob ich Mann oder Frau sein will, ohne beim Einwohnermeldeamt die Unterhose herunterlassen zu müssen. Ich bin, was ich fühle, also nicht dick, wegen der 115 kg, sondern einfach grösser, also zum Beispiel 220 cm oder darf es etwas mehr sein ? Und wenn man trotz meiner innersten Überzeugung nicht akzeptiert, dass ich zwei Personen bin dann kam eine Idee: Man sollte eine menschliche Puppe produzieren, natürlich aus nachhaltig recycelbarem Kunststoff, die man im Wagen mitnimmt. Da könnte es verschiedene Versionen geben - den seriösen Krawatten-Geschäftsmann, das hilflose Mädchen, was zur Schule gefahren wird oder die interessante Gefährtin in kurzen Shorts, langen muskulösen Oberschenkeln und schulterfrei. Wenn die Einhaltung der Verordnung nur per Telekamera und Computer kontrolliert wird, dann ist es OK. Wenn man dann aber angehalten wird, ist nicht sicher, ob eine Person lebendig sein muss oder nicht.
Grüsse und beste Wünsche für mehr Freiheit - vom Lago Maggiore |
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