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Ultraliberale Korrispondenz |
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Ultraliberale Korrespondenz Nr. 103 - 10.03.2022 Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen. Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris * gemeint ist nicht Nazismus Herrschaftsformen erster bis vierter Klasse: Ich finde, die AfD hat oftmals recht. Sie liebt zwar auch die Macht, aber da sie noch nicht soviel Macht hat, geht sie damit grosszügiger um als andere: Sie möchte, dass bei allen wichtigen und auch unwichtigeren Dingen die Stimmbürger selbst entscheiden - wie in der Schweiz, Das finde ich grossartig und hoffe, dass die AfD auch dann noch bei diesem grossartigen Vorsatz bleibt, falls sie vielleicht eines Tages doch noch grösser wird und für die Realisierung ihrer grossen Idee dann tatsächlich einen Machtverlust hinnehmen müsste. Meine Frau und ich haben in vier Ländern gelebt, darunter in der Schweiz. Und es ist sicher - das Schweizer Politische System ist das beste der Welt. Nicht zuletzt durch die bessere Politik ist aus dem Armenhaus Europas das reichste Land Europas - nach Monaco - geworden. Trotzdem kann ich die AfD nicht wählen. Ihre Grundphilosophie passt einfach nicht zu mir: Ich fühle mich keiner Nation verbunden, ich finde die Begriffe Vaterland, Heimat und Nation gefährlich kitschig aufgeladen. Trotzdem, wir brauchen den Nationalstaat, wie wir auch die Macht-Zwischen-Stufen brauchen, so wie die Verwaltungen von Gemeinde, Kreis, Provincia, Département, Land, Région und auch die Europäische Gemeinschaft. Bitte korrigieren Sie mich, aber wenn ich das richtig interpretiere, dann sehe ich vier Arten der Herrschaft über die Nationen: Die Demokratie erster Klasse: Es gibt sie nur in der Schweiz: Scherzhaft sagt man dort: „In der Schweiz regieren die vier grossen Parteien aus gewohnheit gemeinsam und das Volk ist die Opposition“. In der Tat haben phantastische, supermoralische Ideen kaum eine Chance. Sie werden regelmässig von der Mehrheit der Stimmbürger abgeschmettert. Und die Presse, sowie die Politiker diskutieren laufend ob die eine oder andere Idee mehrheitsfähig ist oder nicht. Zu früheren Zeiten war das System der Volksabstimmungen sehr aufwendig. Wanderungen durch verschneide Täler usw. zu den Stimmlokalen waren der Preis der perfekten Demokratie. Heute wäre das auch in allen anderen Ländern kein Problem mehr - durch Computer, Smartphones, private und öffentliche Verkehrsmittel. Also gibt es keinen guten Grund mehr, dieses System nicht weltweit einzuführen. Die Demokratie zweiter Klasse: Es gibt sie glücklicherweise in sehr vielen Ländern, z.B in den USA, den EU-Ländern, Indien, in den meisten Südamerikanischen und vielen Ländern in Afrika. Die allermeisten Kandidaten werden zur Wahl zugelassen, die Wahl ist geheim und die Ergebnisse werden weitgehend korrekt ausgezählt und veröffentlicht. Doch die Bürger werden nahezu immer von einem Politiker vertreten und der hat oft auch persönliche Interessen und verständliche Karrierepläne. Und er muss auf die Presse Rücksicht nehmen und oft auf laute - zum Beispiel grüne - Minderheiten Rücksicht nehmen und glaubt sich dann genötigt zu sehen, deren Meinung und nicht die seiner Wähler zu vertreten. Die Demokratie dritter Klasse: Ja, es sind auch Demokratien. Alle dürfen geheim abstimmen, es wird weitergehend korrekt ausgezählt und die Ergebnisse werden korrekt veröffentlicht. Aber viele Zeitungen und Radiostationen werden nicht zugelassen, viele Bürger dürfen nicht kandidieren. Die freie Meinungsäusserung und Demonstrationen werden nur beschränkt geduldet. Zu diesen Ländern gehören eben auch Russland und die Ukraine. Doch alles, was man dem INTERNET entnehmen kann, ist, dass die Bürger eben doch zwischen zugelassenen Parteien und Kandidaten frei wählen können. Die Diktatur: Zum Beispiel in China oder Nordkorea. Die Wähler haben keine Wahl zwischen konkurrierenden Parteien und Politikern. Der Krieg der Bekloppten Putin, Zelensky und einige Ihrer Bewunderer und Gefolgsleute werden sicher erreichen, in die Geschichte einzugehen. Nur vielleicht nicht als Helden des Krieges für die Vaterländer, sondern eher als Hauptakteure des Krieges der Bekloppten. Vielleicht ist nicht einmal eine Generation Abstand nötig um sich nochmal die Forderungen anzusehen: Die Russen der Krim wollen nicht Ukrainer sein und die Russen des Donbass auch nicht. Also wäre es für die Ukraine logisch - raus mit ihnen . Und die Ukraine sollte so wenig wie möglich bewaffnet sein und neutral. Phantastisch - das spart dem noch armen Land eine Menge Geld, was es dringend für die Entwicklung braucht. Eigentlich sollten diese Vorschläge von der Ukrane kommen und gleichzeitig mit Vorschlägen zu Gunsten der ukrainisch sprechenden Minderheiten in den beiden kritischen Gebieten und mit Vorschlägen für internationale Garantien. Aber nein, sie kommen von Putin - und Zelensky lässt seine Mitbürger lieber totschiessen als sie anzunehmen. Gut, man kann sich vorstellen wie oft die Russen im Donbass Putin ständig bekniet haben, ihnen doch gegen die Ukrainer zu helfen. Sie werden ihm ständig vorgeworfen haben, dass er schliesslich eine atomare Grossmacht regiert und man sich ja nun nicht sandig von diesen kleinen Ukrainern schikanieren und abschiessen lassen dürfe. Nun hätte ein „normaler“ Präsident erst mal die Ukrainer aufgefordert, sich der russischen Mehrheit in diesen Gebieten gegenüber anständig zu benehmen. Und wenn das nicht geholfen hätte, hätte er sich an die UNO wenden müssen und hätte die „bösen“ Ukrainer bei der Weltpresse angeklagt, ja, auch mit Fotos von weinenden Kindern und Müttern, deren Männer vom ukrainischen Militär oder entsprechender Banden getötet worden sind. Und wenn das dann auch nicht erfolgreich gewesen wäre, dann hätte er immer noch einmarschieren können. Aber doch wohl nur in den Dombass und die Krim und nicht in die ganze Ukraine. Aber er hat auch noch zulange im Geschichtsbuch geblättert. So fand er heraus, dass Russland eigentlich aus der Ukraine entstanden ist und das die Ukraine eigentlich das Kernland Russlands sei. Aber da er doch schlau ist, hat er sich dann wohl mit weiteren Überlegungen zurück gehalten, sonst wäre vielleicht noch herausgekommen, dass dann der Ex-Komiker Zelensky eigentlich ganz Russland regieren müsste. Immerhin, die Bürger der Ukraine und Russlands hätten doch etwas Geld sammeln können um den beiden Präsidenten eine psychiatrische Untersuchung zu spendieren. Die deutschen Politiker haben das wieder einmal besser gelöst. Da sie wissen oder zumindest vermuten, dass sie nicht alle Tassen im Schrank haben - siehe die verrückten und chaotischen Regelungen wegen Virus und Klima - lassen sie ihre Entscheidungen nicht nur von ein paar Psychiatern, sondern gleich von einem ganzen Ethikrat überprüfen. Wie weise ! Nun, auch ganz einfach gestrickte Politiker hätten in jeden Geschichtsbuch der Grundschule lesen können wie man so ein Problem löst: Als unklar war wohin das Saargebiet gehört hat an nicht deutsche oder französische Truppen geschickt, sondern eine Volksabstimmung durchgeführt und Adenauer hat noch ganz schlau den Saarländern geraten bei Frankreich zu bleiben. Aber sie sind dann eben nach Deutschland gegangen. Auch gut. Und die Tschechen haben auch keine Truppen in die abtrünnige Slowakei geschickt. Man macht einfach eine Volksabstimmung, bei Demokraten zählen eben Wahlzettel und nicht Gewehrkugeln. So auch in Schottland. Aber die Regierungen der betroffenen Länder hätten auch Vereinbarungen mit den Separatisten-Gebieten treffen können, wie zum Beispiel die Italiener in Südtirol. Die beiden Sprachen sind nun gleichwertig. Man hat auch ein deutschsprachiges regionales Fernsehprogramm und aus der Problem-Provinz ist nicht zuletzt durch die Zweisprachigkeit die wirtschaftlich erfolgreichste Provinz Italiens geworden mit der geringsten Arbeitslosigkeit - trotz Zuwanderung. Nur Bekloppte orientieren sich an den Beispielen Kosovo, Sudan, Zypern oder Vietnam. Und schliesslich - die Sowjetunion löste sich nicht in einem gewaltigen Bürgerkrieg auf, wie ich damals befürchtete, sondern der geniale Präsident Boris Jelzin schaffte es fast ohne Blutvergiessen. Danach wäre es für die Westeuropa-Regierer doch besser gewesen Ethikräte oder Psychiater zu konsultieren ehe man den Russen gegenüber das Wort gebrochen hätte und die Nato an die russische Grenze schob, obwohl man eigentlich ein europäisches Sicherheitssystem installieren wollte - zusammen mit den Russen u.s.w. Aber man hatte sich so an den altgewohnten Feind gewöhnt, dass man ihn nicht missen wollte. Lieber brach man alle Versprechen. Nun haben die in Westeuropa führenden Deutschen ja beschlossen, nicht nur die Kohlekraftwerke abzuschalten sondern auch die Atomkraftwerke. Und da man nicht genug Elektrizität mit den Windmühlen und Sonnenkollektoren gewinnen kann, weil der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint und weil es ohnehin zu wenige dieser Anlagen gibt, man aber für die neuen, tollen Elektroautos und für die Wasserstoff-Gewinnung noch viel, viel mehr Energie braucht, will man das mit Gas überbrücken. Und das Gas kommt schon jetzt zum Grossteil aus Russland und wird künftig nicht einmal reichen. Und weil die Europäer, inklusive der deutschen, tugendsüchtigen Supermoralisten die Russen ganz heftig geifernd und drohend angreifen und alles Mögliche gegen sie anzetteln wollen, muss man befürchten, dass die Russen irgendwann weniger oder garkein Gas mehr liefern und uns alle nächsten Winter erfrieren lassen und grosse Teile unserer Industrie und Wirtschaft in die Pleite treiben. Aber damit haben die Russen garnicht gedroht, nein das machen die Deutschen und Westeuropäer selbst. Nach dem Motto: „Wenn ihr nicht nett zu uns und den Ukrainern seit, dann erschiessen wir uns.“ Was sollte denn nun getan werden, wenn drei Bekloppte mit- und gegeneinander kämpfen? Es bedarf einer ganz neutralen Lösung mit kühlem Kopf: Am besten wäre wohl, man würde eine Art Ethik- und Psychiater-Team aus Schwarzafrikanischen Medizinmännern und südamerikanischen Psychiatern zusammenstellen um den Entscheidungsträgern in Europa - einschliesslich Ukraine und Russland - schnell Heilung zu bringen. Nur die neutrale Finanzierung wird etwas kompliziert sein: Die Chinesen kommen wegen ihrer Nähe zu Russland nicht infrage, der Vatikan wäre bereit, aber man möchte nicht riskieren, dass dann Beschuldigte des Kindesmissbrauchs auftreten. Auch die Schweizer Regierung würde sich bereit erklären, aber man befürchtet, dass dann - zwar unberechtigte - Vorwürfe laut werden, das Geld könne von Schweizer Banken ungeklärter Herkunft stammen. Am Schluss werden dann doch wohl Roger Köppel, Donald Trump und Gerhard Schröder einspringen. Grüsse und Wünsche für Freiheit und Frieden - vom Lago Maggiore - Peter Paris,
Mit freundlichen Grüssen |
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