Ultraliberale Korrispondenz
Peter Paris



Ultraliberale Korrespondenz Nr. 98 - 10.10.2021
für Gentechnik, Atomenergie, Kapitalismus, Freiheit, direkte Demokratie

Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen.

Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris

* gemeint ist nicht Nazismus

Joe Biden

Wolfgang aus Berlin schrieb, dass der Abzug der Truppen aus Afghanistan von Trump ausgehandelt worden sei. Das ist weder wahr noch logisch. Um einfach davon zu rennen braucht man keine Verhandlungen. Das war bestimmt nicht das Ergebnis der Verhandlungen von Trump mit den Taliban. Mit absoluter Sicherheit wären die Amerikaner erst sukzessive abgezogen, wenn die Taliban ihre Zusagen eingehalten hätten. Und der Termin Oktober, der angeblich vereinbart war - ja der Oktober und der August sind zwei verschiedene Monate.

Und viele Europäer - auch viele Franzosen - haben sich gefreut, dass nun der ach so verständnisvolle Biden Präsident wurde. Das er die Australier nun erpresst hat, die französischen U-Boote ab zu bestellen - auch verständnisvoll ? Aber die böse Mauer, oder der böse Zaun gegen illegale Einwanderer ist doch gestoppt worden. US-Grenzwächter jagen die Einwanderer jetzt mit galoppieren Pferden davon. Ja, das ist doch super-menschlich.

Man muss Biden ein grosses Kompliment machen: Er versteht sich gut mit Angela Merkel, wohl , weil beide den gleichen Intelligenzgrad haben.

Die bösen Polen

Dieses schlimme Volk will also tatsächlich nur gute Richter. Sie hören nicht auf die EU und Frau von der Leyen. Sie verstehen nicht, dass Richter von Natur aus heilig sind und nicht kritisiert werden dürfen. Sie werden z.B. in Deutschland von irgendwelchen Richterkollegen ausgekungelt, keineswegs von Wählern oder einem Parlament oder gar von einer gewählten Regierung.Und dann können sie machen was sie wollen, kein Mensch kann sie feuern. Musterhaft geschieht das in Deutschland, zum Beispiel hat ein Kunde von Klaus Schumann, ein Herr Klinkert , der in Kroatien wohnte, in Köln folgendes erlebt: Herr Klinkert hatte seinen Anwalt, Herrn Dr. Werner Thelen, Frankenwerft, Köln, beauftragt, ihn in einem Zivil- Schiedsgerichtsprozess der Internationalen Handelskammer Paris in Lugano zu vertreten. Die Klage ging gegen einen Herrn Salomon Mattiussi in Triest.

Herr Klinkert schilderte später, dass der Schiedsrichter, Dr. Paolo Patocchi, den Anwalt Dr. Thelen ständig kritisierte - er sei nicht vorbereitet, der halte sich nicht an die Schiedsgerichts-Prozess-Regeln usw. usw. Der Schiedsrichter sah sich sodann genötigt, Klinkerts Klage abzuweisen.

Das wollte Klinkert nicht auf sich sitzen lassen und trat aus finanziellen Gründen die strittige Forderung gegen Mattiussi an Klaus Schumann ab, der in Köln Klage gegen Dr. Thelen einreichte. Nun, das Kölner Gericht hätte einfach entscheiden müssen, ob Dr. Thelen alles richtige gemacht hat oder Mist gebaut hatte. Aber das wollten die Kölner Richter garnicht entscheiden. Herr Dr. Thelen war doch ihr Juristen-Kumpel und so entscheiden sie, dass dieser Schumann ja in Wirklichkeit jemand sei, der in Deutschland real oder virtuell ein illegales Inkassobüro betrieb. Obwohl das nicht der Fall war, obwohl Schumann damals jahrelang überhaupt nicht in Deutschland war und obwohl er nie etwas selbst kassierte, sondern immer deutsche Anwälte einschaltete, die das taten, wurde er doch zu einer hohen Geldstrafe von ca. Euro 60.000 verurteilt und der Prozess gegen den Kumpel Thelen abgeschmettert - ohne jede Entscheidung. (Richter Frau Kowalewky, Dr. Wannenmacher, Dr. Schwitansky) Klinkert hat das nicht verwunden und fiel einige Tage später tot um. Schumann legte Berufung ein und tatsächlich - die Sache war den Kölner Richtern dann doch wohl etwas zu peinlich, sie reduzierten die Strafe auf Euro 8.000,--) Da Schumann dies jedoch weder zahlen kann, noch zahlen will, reist er nicht mehr nach Deutschland. Nun, es gibt ja noch 197 andere Länder auf der Welt.

Aber das polnische System hat doch einen grossen Vorteil. Und überall auf der Welt sollte geprüft werden, was die Richter tun - von einem Organismus, der gewählt ist oder zumindest von einem gewählten Parlament ernannt wurde - und jedes Jahr sollte man die 5 oder 10 % schlechtesten Richter feuern, ja feuern, feuern, feuern.

Urteilstourismus

INTERNET:“ Im Mai 2016 kritisierte Udo Vetter das "Hamburger Monopol",[10] als "merkwürdige Konzentration der Deutungshoheit im Äußerungsrecht".[10] Als Grund, warum "die allermeisten Kläger"[10] den fliegenden Gerichtsstand dort wählen sieht er darin, dass "[d]as Landgericht Hamburg [...] als die sicherste Bank [gilt], wenn es darum geht, im Äußerungsrecht für die Kläger zu entscheiden. Also im Ergebnis gegen die Meinungsfreiheit."[10] Von der Böhmermann-Affäre, in deren Verlauf Recep Tayyip Erdoğan eine einstweilige Verfügung am Landgericht Hamburg beantragte, erhoffte er sich "genug Schub, um mal energisch diesen seltsamen fliegenden Gerichtsstand zu hinterfragen. Die Deutungshoheit der Hamburger Justiz über das, was in Deutschland gesagt werden darf und was nicht, gehört jedenfalls auf den Prüfstand."[10] „

Das wussten auch die zwei Geschäftsführer von Audi (Ingolstadt) und die Kanzlei Noerr (München) in einem Verfahren gegen Schumann: Alle drei machten die 800 km lange Reise von Bayern nach Hamburg, um sich ein für sie positives Urteil zu sichern. Natürlich haben sie gesagt, dass sie nach Hamburg gefahren sind, weil sie ihr Auto ja auch in Hamburg verkaufen wollen. Seltsam - wollen sie ihr Auto nicht auch einmal in Hintertupfingen oder Casalpusterlengo verkaufen? Also los zum Tribunal nach Lodi, zuständig für Casalpusterlengo. Auch wäre es doch interessant, zu wissen, wo Zechpreller nicht so sehr bestraft werden, eine Menge Leute würden gern dort Urlaub machen, denn sie trinken gern mal einen gratis.

Noch eine Bemerkung von Wolfgang aus Berlin:

Zu Corona kann ich nur sagen: richtig, jeder sollte entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht. Aber wenn er ungeimpft ins Krankenhaus wegen einer Corona-Erkrankung eingeliefert wird, dann soll er seinen Aufenthalt dort selbst bezahlen und auch die folgenden Rehas usw. Da können schnell mehr als 100.000 € zusammenkommen. Ich sehe nicht ein, warum ich im kommenden Jahr mehr Beträge zur Krankenversicherung bezahlen soll, weil sich diese Idioten nicht impfen lassen. Man sollte für seine Entscheidungen einstehen, nicht gross angeben, sich nicht impfen zu lassen und es von der Gemeinschaft bezahlen lassen.

Nun, Wolfgang, das ginge zu nun total gegen unsere Philosophie: Da müssten logischerweise auch Übergewichtige, Skiläufer, Raucher, Radfahrer, ungeimpfte Grippekranke und Bergwanderer immer vieles selbst bezahlen. Aber verschiedene Spezialisten sollte man zur Kasse bitten: Die, welche mit den Chinesen gekungelt haben, damit der Virus nicht sofort eingedämmt wurde, diejenigen grossen Spezialisten, die behaupteten, Masken bringen nichts und wenn, dann nur der Allgemeinheit, nicht einem selbst. Als ob es einen Unterschied macht, wenn man in eine Maske hineinbläst von aussen nach innen oder von innen nach aussen. Dann jene Super-Sachverständigen, die behaupteten, man müsse sich mit Rücksicht auf die Allgemeinheit impfen lassen anstatt klar zu sagen: “Impf Dich, sonst gehste hopps” So kam mehr Angst vor den Impfseren auf als vor dem Virus. Natürlich vertrauen viele den Seren nicht, weil sie von staatlichen Stellen und deren Sesselfurzern geprüft wurden. Ich habe mich sofort impfen lassen, denn ich habe Vertrauen zu den privaten Herstellern.

Geheime Wahl - geheime Spenden

Jetzt wurde Sarkozy verurteilt für ein Jahr Hausarrest. Und Helmut Kohl, der ob der Wiedervereinigung doch so sehr verehrte, war am Ende seines Lebens ein Aussätziger. Wann wird man endlich mal begreifen, dass es zur geheimen Wahl gehört, dass Parteispenden ach geheim sein müssen . Hinzu kommt, dass so ein Verurteilter auch nicht wählbar ist. Da entscheiden also ein paar Richter, wen die Bürger wählen dürfen, wie im Falle des Cique Stelle - Gründers Beppe Grillo. Sind wir Demokratien oder Judikaturen ? Müssen wir Wähler uns immer staatlichen Justiz-Kanal-Nagern unterwerfen ?

Facebook, DDR und Twitter

Ja meine Mutter erhielt noch Briefe aus der DDR in denen einige Sätze geschwärzt waren, andere kamen garnicht an. Man glaubte, das sei nun vorbei und undenkbar. Doch die faschistoiden Dienste Facebook und Twitter haben die Zensur wieder eingeführt. Ich vermute, auch von meiner Ultraliberalen Korrespondenz verschwindet einiges, Querdenken und Donald Trump wurden blockiert, wegen Unwahrheiten. Was man darunter versteht, hat uns Adenauer schon erklärt:

»Wie mein Freund Pferdmenges unterscheide ich drei Stufen der Wahrheit: die einfache Wahrheit, die reine Wahrheit, die lautere Wahrheit.« (Bundeskanzler Adenauer auf einem Bankett der ausländischen Presse.) Da blockieren Privatfirmen, die allerdings eine Art Monopol haben 80 Millionen Amerikanern ein Abonnement, was diese ausdrücklich empfangen wollen. Demnächst werfen diese Leute - um den Regierungen zu gefallen - alle Fotos aus dem INTERNET, auf denen Frauen in Shorts und Männer ohne Krawatte zu sehen sind ?

Zum Glück kann man Krebs kriegen

Sonst hätten die Super-Grünen ja garkein grosses Argument zum Beispiel gegen Atomkraftwerke. In Tschernobyl gab es 69 Tote und noch ein paar mehr infolge der Dummheit der Verwaltung, die später noch einige Helfer hineinschickte. Und in Fukushima gab es einen Toten, der wohl bei der Aufräumaktion die falschen Stiefel an hatte. Und das in mehr als einem halben Jahrhundert Atomenergie. Aber das passt den Ökofaschisten nicht, sie sehen zehntausende, hunderttausende oder Millionen Verstrahlte, die allesamt elendig an Krebs eingegangen sind und noch eingehen werden. Und das Ausbringen von Düngemittel, die Nahrungsmittel Wurst, Schinken, rotes Fleisch, Milch, Zucker und Alkohol sind laut der Lachnummer WHO genauso krebsfördernd wie 116 andere Stoffe und Materialien und natürlich Sonnenstrahlung, also auch die Klimaerwärmung.

Tatsächlich wissen wir leider noch nicht wie Krebs entsteht, sonst hätte man sicher schon etwas dagegen erfunden. Aber das wäre doch furchtbar für die Gesundheitsapostel, Panikmacher und sonstige Grüne.

Doch diese Gefahr für die politisch Korrekten besteht, gerade haben Wissenschaftler in Zürich herausgefunden, dass das Glücksmedikament Prozac offenbar gegen Krebs wirksam ist. Was Viele schon vermuteten, Krebs wird wohl im Kopf gesteuert und man bekämpft ihn am besten indem man glücklich ist. Also, glauben Sie nicht mehr an alle möglichen Warner, Angstmacher, Pessimisten, Umwelt- und Klima-Panikmacher, Grüne, Volkserzieher und Sauertöpfe. Geniessen Sie das Leben mit all Ihren persönlichen Leidenschaften. Und der Staat könnte auch mehr gegen den Krebs machen, den Bürgern mehr Freiheit gewähren, Drogen zulassen, weiblichen und männlichen Prostituierten gute Ausbildungen anbieten, viel Gesetze und Verordnungen abschaffen, viele Beamte freistellen und vieles andere.

Oma allein im Privatflugzeug

Ehe die Regierungen für den grünen oder nichtgrünen Verkehr viel Geld ausgeben, sollte man erst mal überlegen, wie wir morgen reisen werden. Vieles wird automatisiert werden und man wird davor kaum noch Angst haben.

Ich bin noch ein oder zweimal von einem Liftboy befördert worden, heute sind alle Lifte automatisch. Und es ist schon ca. 30 oder 40 Jahre her, dass ich in den Zug Orlyval nahm, um vom Flughafen Orly nach Anthony zu fahren. Ich stellte mich ganz vorn neben die Führerkabine um zu sehen wie die Automatik funktionierte. Und doch war ich kurz erschrocken als wir plötzlich abfuhren und ganz wie ein normaler Zug zwischen Wiesen und Feldern durch die Landschaft brausten. Nun inzwischen gibt es viele U-bahn und anderer Züge, die automatisch fahren und an Stelle der Deutschen Lokführergewerkschaft würde ich es mir überlegen, zu viel zu streiken. Nun keine Bange, man wird nicht alle Lokführer entlassen. Sie werden sich dann eben um den Kaffee für die Fahrgäste und die Toiletten kümmern dürfen.

Relativ einfach zu automatisieren sind auch die Flugzeuge. Nach dem Unfall von Überlingen hat man schon weltweit die Regel eingeführt, dass im Zweifelsfall nicht mehr die Anweisung des Fluglotsen befolgt werden muss, sondern dass man dem Automatismus des Anti-Collision-Beacon freie Hand lässt. Die Flugzeuge werden also mehr und mehr automatisch für den Abstand untereinander sorgen. Und die Käufer von kleineren Flugzeugen können jetzt schon bei der bekannten Firma Garmin eine Hard- und Software kaufen, die von jedem Passagier aktiviert werden kann, wenn der Pilot ausfällt. Das Flugzeug fliegt dann also ohne Pilot weiter und landet vor allem auf jedem dafür eingerichteten Flugplatz.

Sie werden also bald ohne Fluglizenz überall ein Kleinflugzeug mieten können und ohne Pilot und ohne Rücksicht auf die Wetterverhältnisse überall hinfliegen, wohin Sie wollen. Der Kauf eines kleinen Flugzeugs wird sehr viel billiger sein als heute,wenn es erst einmal ein Massenverkehrsmittel sein wird und in grossen Mengen produziert wird. Das wird sich natürlich auf auch den Mietpreis auswirken. Natürlich wird es auch mit Co2-Kraftstoff betrieben werden können, der mit Atomkraftwerken billiger hergestellt werden kann. Man wird aber kaum auf Flugplätze verzichten können, denn Senkrechtstarter brauchen dreimal soviel Kraft und Kraftstoff. Es wäre also vorteilhaft möglichst viele kleine Flughäfen und Flugplätze zu erhalten, zu schaffen und zu betreiben.

So ist trotz des neuen grossen Flughafens Milano-Malpensa der Stadtflughafen Milano-Linate weiter in Betrieb und auch der kleine Flugplatz Milano-Bresso. In Berlin will man in besonders grüner Dummheit die Flughäfen Tempelhof, Tegel und Gatow definitiv schliessen. Die deutsche Politik ist zu grün und zu ausgemerkelt um sich die Zukunft vorstellen zu können.

Man fragt sich auch, warum gefordert wird, dass Flughäfen sich rentieren. Strassen rentieren sich doch genauso wenig wie Strassenbahnschienen oder Polizeiwachen. Sie gehören einfach zur Infrastruktur für ein gutes Leben, heute und morgen.

Der ruhige Schlaf am Steuer.

Viel schwieriger ist es, das selbstfahrende Auto zu erschaffen. Man hat schon gewaltige Fortschritte gemacht, aber es tauchen immer neue Risiken und Problem auf. Ja, es passieren ja nun einmal die verrücktesten Dinge auf der Strasse, die ein Computer noch nicht verstehen kann. Ein Mensch kann es oft auch nicht, wie man an den 1.300.000 jährlichen Verkehrstoten weltweit sehen kann.

Aber wenn es funktioniert, wäre es wundervoll. Man ruft per Mobiltelefon ein Auto, das vorfährt, man gibt an wohin man will. Falls nötig fährt das Auto - sobald nötig - zu einer elektrischen Ladestation. Dort muss man nicht warten bis es geladen ist. Man steigt ins nächste Auto und es geht sooft weiter bis zum Ziel. Dort muss man keinen Parkplatz suchen. Man schickt das Auto einfach weg. Ja, die Schwierigkeiten sind noch gross, aber reiche, grosse Konzerne stehen dahinter und es wird vielleicht eher kommen als wir glauben. Man mag moralische Bedenken haben, aber ein Land wie Indien mit jährlich 150.000 Verkehrstoten wird es bestimmt zulassen und auch europäische Politiker oder speziell Politikerinnen werden sich nicht gern nachsagen lassen, dass sie es schuld sind, dass es 1000 Verkehrstote zuviel gab, weil sie sich nicht zur Zulassung entscheiden konnten.

Schlagsahne in der Drohne

Aber im Auto braucht oft garniemand zu schlafen. Der Einkaufswagen kann im automatischen Lieferwagen allein zum Kunden fahren und wenn man dann plötzlich feststellt, dass für den Kaffeeklatsch doch die Torte und vor allem die Schlagsahne fehlt, dann wird der Supermarkt kein Problem haben, eine Drohne loszuschicken, falls der Kunde im Garten oder auf der Dachterrasse einen kleinen Drohnenlandeplatz mit elektronischem Signal eingerichtet hat. Durch die Vibrationen und Turbulenzen der Drohne gewinnt die Schlagsahne sogar noch an Geschmack.

Bai vielen Reisen kann man aber auch zu Hause bleiben. Computer und Smartphone machen es heute schon möglich zu Hause zu bleiben und doch an einer Konferenz in Gelsenkirchen oder Nairobi teilzunehmen und die Oper Carmen von der Staatsoper Unter den Linden kann man heute schon vom heimischen Sofa aus sehen.

Das einzige Verkehrsmittel, was ich mir nicht automatisch vorstellen kann ist das Motorrad. Es wird wohl sicher funktionieren, aber wenn ich daran denke wird mir schwindelig, auch weil ich mich ohnehin nie auf ein Vehikel traute, was sich nicht entscheiden kann, ob es nach links oder rechts fallen soll.

Nun, einiges wird noch etwas dauern, aber man sollte sich schon heute fragen, ob der Bau für die Ewigkeit von neuen Bahnstrecken, Bahnhöfen, zentralen Grossflughäfen, Opernhäusern, Büros für immer mehr Beamte u.s.w sinnvoll ist.

Der Windjammer

Total ungeeignet als Verkehrsmittel dürfte das Segelschiff Gorch Fock sein, auch für die Deutsche Bundesmarine. Im Zeitalter der Drohnen und Interkontinentalraketen kann man mit so einem alten Kahn bestimmt nichts anfangen, aber für die Sanierung hat Frau von der Leyen 135.000.000 Euro rausgeschmissen. Dafür müsste eine Pflegerin 450 Jahre arbeiten. Und für so eine Riesenverschwendung hat man Frau von der Leyen nicht einmal gefeuert, sondern nach Brüssel exportiert.

Europas neuer Exportartikel - alte Leute

Viele unserer älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen haben ja einiges gelernt. Sie können einen Computer ein- und ausschalten und es gelingt ihnen sogar einen tollen Striptease aufs Smartphone zu zaubern. Dennoch, wenn es ernst wird, dann vergeben die Firmen schwierige Arbeiten lieber an jemanden unter 30 Jahren, ja und wenn er oder sie viel über Elektronik wissen und mit einem Firmenboss mit so vielen Fachausdrücken sprechen, dass der garantiert nichts versteht, dann macht man schon mal eine Ausnahme und die Computerspezialistin darf auch schon mal zwischen 30 und 40 sein.

Dumm nur, dass junge Frauen und Männer in diesem Alter doch mal die Welt kennenlernen wollen und ihre verlängerten Jugendjahre nicht in Zimmer F 48 / 11. Stock im Hochhaus F in La Défense bei Paris oder der Mainzer Landstrasse in Frankfurt verbringen möchten.

So stecken sie ihren Laptop in den Koffer, reisen an einen sonnigen, schönen Strand und nehmen schwierige, aber interessante IT-Aufträge von europäischen Firmen an, meist ohne denen zu erzählen, wo sie gerade sind. Wichtig ist nur, dass der INTERNET - Anschluss, WhatsApp und Mobiltelefon gut funktionieren. So hat Georgien den wegen des Virus ausfallenden Tourismus mit den Computertouristen ausgeglichen, weil die dort gut und billig leben können und mit Elektronik gut versorgt werden.

Doch in Frankreich kann man jetzt eine ganz andere Wanderung beobachten. Ältere Franzosen machen es der verstorbenen Sängerin France Gall nach und kaufen oder mieten sich ein Haus an Senegals Atlantik-Küste. Dort ist es billig, die Amtssprache ist Französisch, der gesetzliche Mindestlohn beträgt Euro 80,-- im Monat, der Durchschnittslohn ca. Euro 130,- und wenn sie Besuch von ihren Kindern bekommen wollen, dann kostet der Flug hin und zurück ca. Euro 400,- und die Kinder und Enkel erwartet Weihnachten 30 Grad im Schatten und ein warmer Atlantik und sie brauchen für ihre Eltern nicht jeden Monat 3000,-- Euro für eine Pflegerin oder ein Seniorenheim auszugeben. Sie können sich trotzdem auch jeden Tag per INTERNET sehen.

Nun, Deutsche, welche die Probleme des Pflegenotstands im Fernsehen gut studiert haben, machen es meist lieber Gloria von Thurn und Taxis nach, die ihr Haus in Kenia hat, weil man dort nicht Französisch, sondern Englisch spricht.

Diese Tendenz wird sich gewiss verstärken, denn alle paar Tage wird der Pflegenotstand im Fernsehen ausgebreitet. Wichtig wäre nur, dass sich auch AOK-Rentner beispielsweise in Dakar behandeln lassen können. Die dortige Klinik La Madeleine operiert bereits per Computer.

Koloniale Lieferketten

So würden die Leute in Afrika ein gutes Geschäft machen und die Europäer hätten ein Problem weniger und die Rentner und deren Kinder müssten nicht immer so weit nach Santo Domingo oder Bangkok fliegen, denn Afrika ist viel näher. Die Afrikaner brauchen viele neue gute Geschäfte. Sie lassen doch nicht aus Spass Kinder arbeiten und geben sich nicht mit Freude mit kleinen Löhnen zufrieden. Sie tun das, weil sie oft keine Wahl haben. Aber die Deutschen würden ihnen mit diesem neuen Lieferketten-Gesetz etwas wegnehmen. . Aber klar, die deutschen Eliten, das sind die Guten, die Anderen, dass sind die Bösen. Kann man das als politischen Neokolonialismus bezeichnen ? Aber viele haben schon begriffen, dass Afrika er kommende Kontinent ist - mit erheblichen Zuwachsraten, z.B. die Chinesen. Mehr als eine Million von ihnen seien schon in Afrika für gute Geschäfte. Das wird auch für die Ärmsten in Afrika erfolgreicher sein als der erhobene Zeigefinder der Exkolonisatoren aus Europa.

Impfen in der Apotheke

Trotz der Zulassung durch ein Europäisches Staatsorgan habe ich mich natürlich impfen lassen, schliesslich halte ich die privaten Hersteller für sehr seriös. Am besten hätte man das auch gleich in der nächsten Apotheke machen lassen können. Ich lasse mich jedes Jahr gegen Grippe impfen, meist gleich in der Apotheke - hinter der Theke. Das letzte Mal hat meine Frau die Spritze mit nach Hause gebracht und mein Schwager hat sie mir erfolgreich in den Arm geschossen. Aber das ging bei Covid nicht, weil das erste verfügbare Serum von Biontech-Pfizer auf minus 70 Grad gekühlt werden musste. Da hat dann der Italienische Staat herrlich umständlich Impfzentren eröffnet. Ein Riesenzelt, viel Personal - umständlich beeindruckend. Da wollte der Staat endlich mal zeigen, was er uns gutes tut. Dies ging immer noch weiter, auch als es schon genug Seren für Normalkühlschränke gab.

Falls die Nachimpfungen nötig werden sollen, dann hoffentlich in den Apotheken. Ja, aber da fehlt doch die Aufklärung ? Macht nichts, ich bin schon 37 mal im Deutschen Fernsehen durch Herrn Lauterbach aufgeklärt worden. Ich könnte ihm ohne Weiteres Konkurrenz machen.

Und bleibt hart Herr Lindner und Freunde von der FDP. Vor allen gegenüber den faschistoiden, verbotsfreundlichen Grünen !!!!!!

Mit freundlichen Grüssen
Peter Paris


E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu