Ultraliberale Korrispondenz
Peter Paris



Ultraliberale Korrespondenz Nr. 89 - 01.12.2020

Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen.

Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris

* gemeint ist nicht Nazismus

Ein guter Freund aus Düsseldorf schrieb mir, dass der Gegensatz zu liberal nicht faschistisch, sondern servil sei - historisch begründet durch die Bewegungen der Liberalen und der königstreuen Servilen in Spanien. Ich fürchte aber, dass die meisten das nicht verstehen. Auch konnte ich im INTERNET keine ausreichende Erklärung finden. Aber, meine Etiketten mögen etwas übertrieben sein, doch für den Faschismus gibt es einige schlaue philosophische Theorien, die klar die Ansicht vertreten das Wohl des Staats geht immer vor dem Wohl der Individuen.

Nun ist leider klar, der gute, liberale Präsident Trump ist nicht wiedergewählt worden. Herrn Biden kennt man wenig, aber seine Partei ist nicht liberal. Sie setzt sich immer für mehr Reglementierung, Normen, Verbote usw. ein. Die USA werden also leider wieder zweifelhaften, freiheitsfeindlichen Organisationen wie der WHO oder dem Pariser Klimaabkommen beitreten. Ja, schade was die Virus-Panik-Mache alles erreichen kann. Leider hat Trump den Fehler gemacht, nicht gleich auf Maskenpflicht zu setzen. Immerhin hat er das später eingesehen, was für die meisten Politiker nicht normal ist. Aber es war zu spät.

Immerhin ist in der Schweiz die Initiative „Konzernverantwortung“ (entspricht in etwa dem deutschen Lieferkettengesetz.) vom Stimmbürger abgelehnt worden. Wie schon oft wollten die Europäer - diesmal Schweizer - in Länder der Dritten Welt hineinregieren für Umweltschutz und gegen Kinderarbeit. Hören wir doch endlich einmal damit auf, Bürgern anderer Länder Vorschriften zu machen. Ratschläge geben - ja, Forderungen formulieren auch und Hilfen zu deren Realisierung auch. Aber spielen wir nicht wieder die Neokolonialisten, die alles besser wissen. Über Transporter für die Müllabfuhr und eine Müllverbrennungsanlage würden sie und das Meer sicher sicher mehr freuen als über unsere Moralpredigten und ethischen Erpressungen. Auch sollte man vielleicht die Kinder einmal fragen ob sie lieber mit knurrendem Magen zur Schule gehen oder etwas zum Haushaltseinkommen beitragen möchten. 
Nicht jede Schulstunde ist wirklich interessant und nützlich. Man denke nur an die Ökologie-Predigten in den europäischen Schulen - und nicht jede Kinderarbeit ist schrecklich. Ich entsinne mich noch - als wir das Haus in Agno verkaufen wollten machte ich ein Angebots-Rundschreiben mit hunderten von Telexen. Da ich keine Zeit mehr hatte, übernahm mein Sohn - er war damals so 10 oder 12 Jahre alt und liess begeistert stundenlang den Telex mittels einem perforierten Band laufen. Die Aktion war erfolgreich. Ja, das war auch Kinderarbeit.

Und falls zum Beispiel Pakistans Bürger die neokoloniale Einmischung unangemessen finden sollten, so könnten sie zum Beispiel den Deutschen auch einen Denkzettel verpassen und fordern, dass in Deutschland mehr gegen die Verzweiflung der Bürger getan werden muss. Denn in Deutschland begehen jährlich von hunderttausend Einwohnern 13,6 Menschen Selbstmord, in Pakistan nur 2,90. Vielleicht würden die Pakistaner schon zufrieden sein, wenn man ihnen versicherte, künftig weniger Gesetze und Verordnungen zu erlassen und sie würden dann wieder Waren liefern und in Deutschland Autos kaufen.

Unsere Freiheit ist wie nie seit 1945 in Gefahr. Eine Oligarchie von Ökofaschisten, Regulierungsfanatikern, Neosozialisten und sonstigen Freiheitsfeinden gewinnt in Westeuropa mehr und mehr an Macht. Wir müssen uns unbedingt dagegen wehren. Das ist ein neuer Freiheitskampf - hoffentlich ohne körperliche Gewalt. Wo immer wir können, sollten wir diesen Tendenzen widersprechen. Ja, wir sollten auch die Viren bekämpfen, das Klima beobachten, die Umwelt schützen, aber nicht hysterisch und um jeden Preis. Noch können wir faschistischen Tendenzen wie dem WEF (World Economic Forum) widersprechen und deutlich machen, dass wir unwidersprochenen Meinungsäusserungen der Philosophen - wie vor einigen Tagen im deutschen Phoenix-Programm - unsere freie Meinung entgegensetzen. Ja, auch hart und beleidigend, aber hoffentlich nie mit körperlicher Gewalt. Aber irgendwann gilt dann nur noch die faschistische „Political Correctness“.

Glücklicherweise hat der Vorsitzende der deutschen FDP - Herr Lindner - schon einmal offen kritisiert, dass man gegen Corona das allernötigste nicht unternommen hat - alle mit effektivsten Masken zu versorgen - speziell die besonders gefährdeten Personen. Ich hatte das schon in meiner Ultraliberalen Korrespondenz von Februar vorgeschlagen, obwohl ich nun gewiss keine Gesundheitsspezialist bin. Aber man zieht es vor, die Wirtschaft kaputt zu machen und hunderte von Milliarden auszugeben, anstatt für ein paar hundert Millionen Top-Masken zu kaufen. Und Krankenhausbetten und Luftfilter in Schulen gibt es auch zu wenig, aber Befehle und Beschränkungen genug.

Herr Lindner kämpfen Sie weiter - für die Freiheit, für Demokratie, für den Kapitalismus, für Atomenergie ! Haben Sie keine Angst als Populist abgestempelt zu werden. Populisten sind immer die anderen, die die Wahlen gewonnen haben. Aber die Demokratie ist die einzig gute Regierungsform - trotz ihrer Fehler. Das werden die chinesischen Kommunistenschweine schon noch merken, wenn es bei ihnen knallt, weil die Leute irgendwann die Schnauze voll haben, von supermoralistischen Ethik-Intellektuellen gegängelt zu werden.

Mit freundlichen Grüssen
Peter Paris


E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu