Ultraliberale Korrispondenz
Peter Paris



Ultraliberale Korrespondenz Nr. 87 - 06.10.2020

Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen.

Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris

* gemeint ist nicht Nazismus

Man hat festgestellt, die Sterbezahlen liegen weltweit noch immer im Rahmen - eben wie jedes Jahr. Also ist die sogenannte Pandemie eher weniger gefährlich. Dies wohl, weil die Corona-Toten fast immer noch andere lebensgefährliche Krankheiten hatten. Aber rechnen wir mal mit dem Schlimmsten. Nehmen wir mal an, dass die Hälfte der Corona-Toten weltweit tatsächlich nur an dem China-Virus gestorben ist. Dann würden das - wenn es so weitergeht - in einem Jahr 1.330.000 : 2 = 665.000 sein. Die Weltbevölkerung beträgt 7.800.000.000, also

schon 0,0085 % der Weltbevölkerung wird dieses Jahr am China-Virus gestorben sein!

Sind Sie bei dieser gewaltigen Prozentzahl nun endlich in Panik geraten ? Nein, dann sind Sie ein Unmensch, dem das Leben seiner Nächsten gleichgültig ist. Oder ?

Wirklich gute - superethische Menschen, wie Kollektivisten, Sozialisten, Marxisten, Kommunisten, Anstandswächter, Antipopulisten, Atom- und Chemiehasser, Attacer, politisch korrekte Besserwisser, Biofanatiker , Deutschtümler, Gesinnungsethiker, Greenpisser, Hausbesetzer, Hypermoralisten, Idenditäre Fanatiker, Antikapitalisten, fanatische Klimaretter, Möchtegern-Zensoren, Moralisten, Moralphilosophen, Nationalisten, Neomarxisten, Plastikfeinde, Rassisten, Regulierungsfanatiker, religiöse Fanatiker, Sittenwächter, Friday-For-Futurer, Sozial-Gerechtigkeits-Fanatiker, Sozialkritiker, Soziopathen, Sprachregler, staatsfinanzierte Weltverbesserer, Steuervögte, Super-Gutmenschen, Tugendwächter, Umwelthilfe-Helfer, Veganer, Verbotsfanatiker, Volkserzieher, Wachstumskritiker und viele, viele Heilige und Schützerlinge sehen das kritischer.

Ja, mit diesen Gutmenschen müssen wir zusammenleben. Ja, auch ein wenig Mitleid ist angebracht. Schliesslich ist vielen von ihnen ihre Welt und ihr Weltbild in den letzten drei Jahrzehnten krachend zusammengestürzt und ihre Vordenker - Karl Marx und Genossen - ernteten nur noch Spott und Hohn.

Doch diese Gegner der Freiheit haben sich nicht verkrochen. Nein, einem Chamäleon gleich haben sie sich den langen Mantel der Ethik angezogen und machen ihre Mitmenschen verrückt mit moralischen Forderungen und Panikmache, damit die endlich so leben, wie sie es wollen. Unsinnige Forderungen nach völlig überzogenem Klima- und Umweltschutz und sonstige Panikmache sind Ihnen recht. Sie haben sich weitgehend die Regierungen vieler europäischer Staaten unter den Nagel gerissen. Viele von Ihnen haben viel studiert, lassen sich aus abgepressten Steuergeldern vom Staat bezahlen und bezeichnen sich als Intellektuelle.

Man hatte beinahe den Eindruck, sie hätten den Chinavirus geplant. sosehr kam er ihnen gelegen. Aber nein, sie konnten nichts dafür, mit Ausnahme ihrer chinesischen Ableger. Diese Kommunistenschweine haben sogar mit Polizeigewalt alles getan, damit der Virus sich gut ausbreiten konnte. Und sie hatten auch den Boss der WHO Herrn Tedros auf ihre Seite gebracht, sodass der verhinderte, dass rechtzeitige Gegenmassnahmen ergriffen wurden. Und selbst als das schon passiert war hat diese total unfähige Figur noch von der Benutzung von Masken abgeraten. Leider sind wir Europäer nicht dem Beispiel von Trump/USA gefolgt und zahlen immer noch Geld an diese zweifelhafte Organisation, obwohl die Type nicht gefeuert wurde.

Wie die Statistik zeigt, wenn man mal wieder die Prozentrechnung anwendet, die wir schon in der Grundschule gelernt haben, ist dieser Virus zwar nicht harmlos, aber auch nicht gefährlicher als die anderen Viren, die wir schon mehrfach überstanden haben. Ja, es wäre schon richtig gewesen und es ist weiterhin richtig, dass man alles Verhältnismässige unternimmt um eine Verbreitung zu verhindern. Merkwürdig ist nur, dass man sich anfangs garnicht und danach nur teilweise auf bekannte Technik verlassen hat. Ja, Masken der Stufen 1 bis 3 sind lästig, Gesichtsvisiere und Plexiglas-Trennscheiben in Läden, Bars und Restaurants auch, aber eher zumutbar als Quarantänemassnahmen, Ausgangssperren, Reiseverbote, Kontaktverbote, Firmenschliessungen, Schliessung von Bars, Restaurants, Büros, Schulen, Sportanlagen u.s.w.

Aber unseren freiheitsfeindlichen Kollektivisten kommt es ja im Grunde nicht so sehr auf den Erfolg an, den man mit Maskenpflicht allein am besten erreicht hat und erreichen wird, sondern sie wollen ihre Mitbürger kujonieren, unter ihren Stiefel bekommen, damit allen klar wird, dass sie die Heiligen sind und das Recht haben, alle unter ihre Knechtschaft zu bringen, die eigentlich in Freiheit leben wollen.

Das wird besonders deutlich, wenn man sich ihre hysterischen, schrillen Forderungen nach noch mehr Umwelt- und Klimaschutz anschaut. Auch wenn man auf ihre Forderungen eingeht, ohne dass klar ist, ob es eine überwiegend menschengemachte wesentliche Klimaveränderung überhaupt gibt und nun endlich einen gewaltigen Ausbau der Atomenergie betreibt - schliesslich die sicherste Energiegewinnung, die es gibt. Das passt ihnen auch nicht.

Nein hierbei und beim China-Virus fordern sie in erster Linie Verzicht - ja sie sind ja die Heiligen. Technische Lösungen fördern keineswegs ihren Heiligenschein. Deshalb hat man auch noch keine Luftfilter für die Schulen bestellt und auch nach 8 Monaten Virus ist man noch nicht auf den Gedanken gekommen an die Risikogruppen - Alte und Kranke - Masken der Stufe 2 oder 3 und Visiere auszugeben Und ganz erschrocken stellen die Heiligen fest, dass man in Russland ja ein Medikament spritzt, was noch garnicht zugelassen ist und dass Donald Trump auch noch nicht zugelassene Medikamente bekommen hat - oh weh. Das könnte ja die Verzichts- und Leidenszeit abkürzen und wieder wäre ihr Heiligenschein ein paar Zentimeter kleiner.

Die Katze ganz aus dem Sack liessen diejenigen der Schützlerlinge, welche die Gelegenheit wahrnehmen und gleich noch ein paar draufsetzten: Eine deutsche Bundesministerin forderte ein Gesetz, dass regeln soll ,wie oft und wie lange man mit seinem Hund Gassi gehen muss. Ein anderer profilsüchtiger Politiker brachte den Gesetzesentwurf ein, dass Firmen dafür sorgen müssen, dass die Angestellten teilweise zu hause arbeiten können. Und schliesslich wurde verlangt, man solle die Gelegenheit wahrnehmen und alle nicht umweltfreundlichen Betriebe an der Pandemie gleich pleite gehen lassen.

Jetzt der Kampf für unsere Freiheit

Wir, die freiheitsliebenden, aktiven, arbeitsamen Bürger, denen die europäischen Staaten viel nehmen und wenig zurückgeben, sollten keinen Zweifel mehr haben - hier sind parallele Aktionen im Gange, die uns in die Knechtschaft zwingen wollen. Es ist keine abgesprochene Verschwörung, sondern es kommt über uns wie eine giftige Wolke, eine Mode, ein Unwetter. Viele, deren sozialistischer, auf einem Gerechtigkeitsfimmel, beruhender Tagtraum als unmöglich funktionierende Lüge entlarvt wurde, wittern nun Morgenluft und haben schnell das Pferd einer beschissenen Ethik gesattelt, damit sie doch noch als intelligente Menschen dastehen.

Wenn wir diese Staatsfanatiker in Europa weiterhin gewähren lassen, dann wird der Staatunkulus uns bald vorschreiben wie wir zu leben haben. Gesetze wie das Prostitutionsverbot unter dem faschistoiden Regime von François Hollande werden erst der Anfang sein - alles wird von einer Oligarchie von intellektuellen, machtgierigen staatlichen Sesselfurzern mit vielen Diplomen ,geregelt werden. Die Freiheit, die uns die Westalliierten geschenkt hatten und die Freiheit, die sich die Ostdeutschen und Osteuropäer so mutig und entschlossen erkämpft haben, wird verloren gehen - im Tausch gegen =,0085 % mehr Gesundheit und vielleicht 1-2 Grad weniger Erderwärmung.

Es wird noch viele Viren und Naturkatastrophen - wie immer schon - geben und man wird uns immer weiter unter den Stiefel stellen, denn sehen wir es einmal analytisch - die Freiheitsfeinde sind Faschisten, nach dem Motto „Nichts für den einzelnen Bürger, alles für den Staat“.

Und machen wir uns nichts vor, die kurzfristigen Folgen dieser schrecklichen Aktion - gewaltige Verschuldung und Wirtschaftseinbruch werden uns gewaltig zu schaffen machen: Inflation und Arbeitslosigkeit werden nicht ausbleiben. Aber noch schlimmer wird die Langzeitwirkung sein: all die Aktiven, Produktiven unserer Länder - Unternehmer und fleissige, unternehmungslustige Mitarbeiter, Künstler usw. sind erschrocken über das, was die Regierungen sich herausnehmen. Sehr viele werden künftig weniger riskieren und weniger tun wollen. Sie werden sich sicherer fühlen wollen. Sie werden verstehen dass der Staat, wenn er so weiter macht , ihr Feind sein wird und dass es besser ist, auf Nummer sicher zu gehen und weniger zu unternehmen bzw. weniger zu arbeiten. Das wird uns allen grossen Schaden zufügen. Wirtschaftswissenschaft ist keine Naturwissenschaft, wie viele glauben. Bei ihr sind 2 + 2 eben nicht vier, wie in der Physik, sondern - je nachdem was die Bürger und Unternehmer aus ihrer Erfahrung gelernt haben - kann es eben auch null, -1 oder 7 sein.Alles hängt von ihren Entscheidungen ab.

Deshalb bleibt den freiheitsliebenden ,aktiven Bürgern nur die Wahl endlich für ihre Freiheit zu kämpfen. Hoffentlich nicht auf die heisse Art auf Strassen und Plätzen. Aber Sie sollten sich nicht scheuen in wirklich liberale Parteien einzutreten und überall ihre liberale Meinung zu vertreten. Sie sollten aufpassen ,dass sie nicht Etikettenschwindel auf den Leim gehen. Die europäischen Demokratien sind weitgehend nicht liberal, sondern neosozialistisch und super-bürokratisch. Sie haben genauso wenig das Recht sich als liberal zu bezeichnen wie die amerikanischen Demokraten. Nicht sie, sondern Donald Trump hat die Steuern gesenkt und viele Gesetze ausser Kraft gesetzt.

Vielleicht wird den europäischen freiheitsliebenden Liberalen kein anderer Weg bleiben als einen sogenannten Populisten zu wählen. Hoffentlich werden es wirklich liberale Populisten sein ,wie der hervorragende Präsident Donald Trump in den USA. Hoffentlich werden sich die Liberalen nicht gezwungen sehen Populisten aus der rechten, nationalen Ecke zu wählen, nur weil es keinen wirklich liberalen Populisten gibt. Deutschland hat noch eine liberale Partei. Es wäre für ganz Europa gut ,wenn der Chef dieser Partei wirklich aktiv liberale Politik vertreten würde, auch wenn man ihn dann als Populisten bezeichnen würde. Oder aber, er sollte den Weg frei machen für einen wirklich liberalen Populisten. Es gibt in Deutschland bestimmt ein Drittel der Wählerschaft , welche die Freiheit suchen. Und wenn die sozialistischen Parteien CDU und SPD ihre Richtung nicht gewaltig ändern, würde es wohl eine wirklich liberale Mehrheit geben, so dass es sich kaum lohnt über irgendwelchen komplizierten Koalitionsschacher nachzudenken. Die Bürger werden einmal die Nase voll haben und würden wohl auch eine für sie völlig neue Persönlichkeit wie Herrn Macron in Frankreich wählen, um den schrecklichen Regulierungs-Staat abzuschütteln. Schade nur das Herr Macron ,wie alle Präsidenten ausser Sarkozy, auch ein Schüler der ENA - Ecole Nationale d'Administration war, die Politikern und Beamten eingetrichtert hat, wie man das Volk beherrscht. An dieser üblen Organisationen wird sich auch nicht viel ändern, obwohl man ihrem schlechten Ruf durch Namensänderung Abhilfe schaffen möchte. Die Mehrheit der Franzosen haben sich von Macron mehr Freiheit erhofft und wurden bitter enttäuscht.

Deshalb auch die Gelbwesten. Und sie fordern mit recht Volksabstimmungen wie in der Schweiz über alle wesentlichen Dinge. Das lehnen die Volkserzieher und Sesselfurzer natürlich ab. Sie würden einen Grossteil ihrer Macht verlieren. Und Sie wissen ja schliesslich alles besser. Aber klar ist auch - die erfolgreichste Regierungsform in Europa gibt es bisher in der Schweiz. Können wir nicht aus Erfahrung lernen?

Also wählen wir ruhig Populisten demokratisch an die Macht . Wichtig ist nur ,dass sie uns nicht belügen, sondern sich zumindest bemühen das zu tun was sie versprochen haben.

„Das gehört zu uns“ - das internationale Unrecht

Ja, man möchte natürlich, dass es der Stadt, der Gegend und der Nation in der man lebt, gut geht. Aber es ist doch egal, ob die Regierung in Brüssel, Berlin oder Rom sitzt. Es ist doch unverständlich, wenn zum Beispiel die AFD (Aktion für Deutschland) daraus ein Glaubensbekenntnis macht. Schliesslich sind die Nationen eigentlich nur Verwaltungsbezirke. Sowie niemand sein Leben dafür riskieren würde um zu erreichen, dass Moutier anstatt zum Kanton Jura zum Kanton Bern kommt oder umgekehrt oder dass Neu Ulm zu Bayern oder Baden-Württemberg gehört. Aber doch sind Menschen für solchen Irrsinn gestorben - ob das Elsass zu Frankreich oder Deutschland, Südtirol zu Italien usw. usw. gehören sollte.

In einer globalisierten Welt im Jahre 2020 sollte so etwas doch bedeutungslos sein. Aber nein, immer noch sterben Leute im Grenzgebiet zwischen der Ukraine und Russland, in der Gegend Bergkarabach usw. und immer wird wieder das internationale Recht bemüht. Es wäre jedoch viel einfacher die Leute, die in so einer Gegend wohnen, würden einfach abstimmen von wem sie nun regiert werden wollen. Ein völlig unsinniges Beispiel ist die Halbinsel Krim. Irgendwann wurde sie einmal von Nikita Chruschtschow einfach der Ukraine zugeteilt. Damals gab es ohnehin keine Demokratie und da ohnehin Alles von Moskau bestimmt wurde war das auch vollkommen gleichgültig. Vor Jahren wollten die Bewohner der Krim aber lieber zu Russland gehören. Die Ukraine wollte sie aber nicht gehen lassen und wollte auch keine Volksabstimmung abhalten. Das sind die Russen einmarschiert und es hat eine Volksabstimmung gegeben. Das Ergebnis war klar - die Krim- Bewohner wollten lieber von Moskau als von Kiew korrigiert werden. Unverständlich ist, wieso die westlichen Regierungen protestierten und es zum Anlass nahmen, ihr Verhältnis zu Russland zu verschlechtern. Wenn man der damaligen Abstimmung schon nicht vertraute, gut dann könnte man ja erneut abstimmen lassen. Schliesslich sollten die Bewohner entscheiden von wem sie reagiert werden wollen. Das gilt auch für die anderen Regionen im ukrainisch russischen Grenzgebiet. Jahrzehnte hatten wir uns bewaffnet gegenübergestanden und uns vor Russland gefürchtet. Es ist nicht einzusehen, warum wir das wieder erleben wollen. Demokraten regeln solche Dinge eben an der Urne und nicht bei einem internationalen Gericht oder gar durch eine bewaffnete Aktion.

Schade, dass Kaiser Franz-Joseph noch keine Drohne hatte

Die Geschichte Europas wäre wohl friedlicher verlaufen. So setzte der Kaiser Serbien unter Druck, ihm den Sarajevo-Attentäter Princip auszuliefern, was verrückterweise zum ersten Weltkrieg führte und auch zum Zweiten Weltkrieg - als Nachfolgekrieg des Ersten. Hätte er eine Drohne gehabt, er hätte damit Herrn Princip ganz einfach töten lassen können wie es Donald Trump mit dem Serienmörder Qasem Soleimani im Irak getan hat. Ja, aber er hätte ja ein Killerkommando nach Serbien schicken können um Princip abmurksen zu lassen ? Nun leider - ,ein geborener Kaiser denkt eben feierlicher, grösser und „politisch korrekter“ als ein ehemaliger Bauträger. Schade für Europa.

Mit freundlichen Grüssen
Peter Paris


E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu