Ultraliberale Korrispondenz
Peter Paris



Ultraliberale Korrespondenz Nr. 83 - 01.06.2020

Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen.

Faschismus* herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris

* gemeint ist nicht Nazismus

Herr Lindner, warum wollen Sie nicht deutscher Bundeskanzler werden ?

Ja, es lief schon besser, aber bei der letzten Umfrage lag die deutsche FDP wieder bei 4 %. Dabei gibt es in Deutschland mindestens 30 % Liberale und das Wählerverhalten ist in ganz Europa sehr instabil geworden. Ja, der Grossteil der Presse wundert sich warum plötzlich Leute wie Trump, Bolsonaro, Erdogan, Macron, Orban, Johnson usw. gewählt wurden, obwohl sie so garnicht den grün-sozialistischen Vorstellungen der meisten Presseleuten entsprachen.

Doch wenn man genau hinschaut, dann wird einem klar - sie haben nicht in erster Linie die Person Trump usw. gewählt, weil die sie so begeisterte, sondern die von ihr versprochene Politik. Und solange er/sie versucht, diese tatsächlich umzusetzen sieht man ihm/ihr viele Fehler und Unwahrheiten nach. Denn ausserhalb der Schweiz haben die Bürger kaum Möglichkeiten einer direkten Beteiligung an den Entscheidungen, obwohl heute alle sehr gut informiert sind. Nun, Trump hat einige Fahler gemacht, aber er versucht zumindest durchzusetzen, was er versprochen hat. Von Macron hingegen fühlen sich sehr viele seiner Wähler hinters Licht geführt - siehe die Gelbwesten und Umfragen. Weshalb sind die Leute unzufrieden ? Auch wenn sie es nicht immer so klar ausdrücken: Die Bürger wollen mehr Freiheit. Sie wollen viel weniger Staat. Viel weniger Vorschriften, Gesetze, Gängelung,Streuen, Abgaben, Verordnungen, Normen usw.

Nachdem der Sozialismus weltweit krachend gescheitert ist, haben leider viele Sozial-Gerechtigkeits-Fanatiker ihre Meinung nicht überdacht und einfach zur Kenntnis genommen, dass es nun einmal den schwächsten der Gesellschaft in den kapitalistischen Ländern besser geht als bei den Sozialisten:

Siehe INTERNET: Kapitalismus: Das Durchschnittseinkommen in den Ländern im kapitalistischsten Viertel ist real erstaunliche sechsmal höher als das Durchschnittseinkommen in den am wenigsten kapitalistischen Volkswirtschaften (36.770 US-Dollar gegenüber 6.140 US-Dollar). Für die Ärmsten einer Gesellschaft vergrössert sich diese Kluft um ein Vielfaches. Die untersten 10 Prozent der Arbeitseinkommen in den kapitalistischsten Ländern liegen im Durchschnitt siebenmal höher als die niedrigsten 10 Prozent in den am wenigsten freien Volkswirtschaften.

Nein, sie versuchen ihre Gedankenwelt zu retten, indem sie sich einfach andere Ziele setzen, damit der Staat weiterhin die Bürger unterdrücken kann und die vorbildlichen Gutmenschen weiterhin ihren Heiligenschein aufpolieren können.

Sie sind nun Klimafanatiker, Grüne, Ökofaschisten, Vermögens-Umverteiler, Super-Tierschützer, Insekten- und Vögelretter, Ernährungs-Volkserzieher. Gleichheits-Fanatiker, Tugend-Terroristen usw. usw.

Sie haben inzwischen grosse Teile von Presse und Fernsehen besetzt und der typische Vertreter dieses Spezies ist nicht der hart arbeitende Mensch, der es ich und seine Familie auch gern bei einer schönen Reise und einem tollen Abendessen gern gutgehen lassen möchte, sondern der sozialkritische Intellektuelle, der auf Staatskosten möglichst viele Diplome gemacht hat, sich vom Staat durchschleppen lässt und möchte, dass alle seine Mitbürger seine Gewohnheiten und Ziel teilen, auch durch staatlichen Zwang.

Höchstens ein Drittel der Europäer teilen seine Ansichten, aber dieses Drittel ist sehr eloquent, schreit am lautesten und beherrscht grosse Teile von Presse und Fernsehen. Wenn die Wähler also Politiker an die Macht bringen wie z.B., Frau Merkel, die eigentlich keine eigene Meinung hat, sondern wartet was die Presse will und dann entscheidet, wird sich mehr und mehr die Politik der Ex-Sozialisten durchsetzen.

Doch, Herr Lindner, seien Sie sicher - mindestens ein Drittel will einfach billigen Strom, will nicht den 50 % Staatsanteil der Wirtschaft Deutschlands, viel weniger Steuern, viel weniger Staat, viel weniger Vorschriften.

Sie wollen mehr Freiheit, Freiheit, Freiheit. Machen Sie sich doch zum Sprachrohr der Freiheit - deutlich, entschieden und überzeugend. Es wäre ein Segen für Deutschland, Europa und die ganze Welt. Die Chancen sind gut, Frau Merkel hat ja mit ihrer sozialdemokratischen Politik die SPD ziemlich kaputt gemacht und ihre eigene Partei gleich mit. Liberale Freunde haben mir vertraulich gesagt, dass sie das letzte Mal AFD gewählt haben, weil sie einige liberale Positionen vertrat. Lassen wir doch denen nicht liberale Gedanken, werden wir aggressiv - für weniger Klima- und Umweltschützerei, weniger Vorschriften und Normen, weniger Verwaltungsbeamte, mehr Atomkraft, mehr Kapitalismus und viel mehr Freiheit. Die Chance für Sie wäre gut. Zwei extreme Parteien werden relativ hübsche Kandidatinnen aufstellen um die Wähler nicht allzusehr zu verschrecken - z.B. Frau Wagenknecht und Frau Dr. Weidel. Aber das sollte für Sie kein Problem sein, Sie kommen mindestens so sympathisch rüber wie Herr Macron.

Die Fehlbesetzung der WHO-Weltgesundheitsorganisation - der Präsident Herr Tedros.

Er soll einmal sehr linken Gruppen nahe gestanden haben. Jedenfalls hat er im Falle der „Corona-Pandemie“ einen Fehler nach dem anderen gemacht:

Erst hat er zuviel Nähe zum kommunistischen Regime in China gezeigt und damit dringende Massnahmen verzögert. Dann behauptete er gegenüber der Weltöffentlichkeit, dass das Tragen von Gesichtsmasken kontraproduktiv sei und schliesslich verkündete er seine Forderung, dass ein neues Serum gegen den China-Virus nicht von den Pharmafirmen sondern von irgendwelchen staatlichen Stellen verteilt werden solle.

Die ganze Menschheit erwartet dringend ein Serum gegen Corona. Viele Investoren und Pharmafirmen geben zum Glück grosse Summen für die Forschung aus. Eine Chance für die Menschheit. Doch wenn sie nun von „kompetenter Seite“ hören, dass ihnen das Ergebnis eventuell von irgendwelchen halbstaatlichen oder staatlichen Sesselfurzern aus der Hand genommen werden soll, dann wird jeder verantwortungsvolle Manager die Forschung sofort stoppen. Und mit dem Geld, was die öffentliche Hand für diese Forschung ausgibt wird man nicht viel erreichen. Forschung und Entwicklung von Staatsprojekten sind meist früher oder später Pleiten - siehe in Frankreich Minitel, Concorde, in Europa die Google-Konkurrenz Quaero, in Deutschland der Flugzeug-Senkrecht-Starter. Es ist doch ohnehin logisch, das der künftige Serum-Erfinder weltweit so viel wie möglich umsetzen will und dann sicher eine öffentliche Finanzierung begrüssen würde. Aber dieses voreilige Geschwätz könnte die Entwicklung erheblich abbremsen. Viele Tote könnten auch von Herrn Tedros zu verantworten sein.

Deshalb Kompliment an Donald Trump, der diesem Laden den Geldhahn zugedreht hat. Hoffentlich bleibt er hart bis man den Herrn Tedros gefeuert hat. Dass ein Afrikaner an der Spitze der WHO steht ist bestimmt positiv, aber es gibt viele, viele Millionen von Afrikanern die intelligenter sind als Herr Tedros.

Mit freundlichen Grüssen
Peter Paris


E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu