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Ultraliberale Korrispondenz |
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Ultraliberale Korrespondenz Nr. 76 - 01.11.2019 Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen. Faschismus herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris Subsidiarität Ohwei, die Nation kommt zurück mit all ihren Schrecken, mit Unterdrückung und Krieg. Und schon sind die Populisten da, in den USA, Brasilien, England, Ungarn, Polen, Italien, usw. usw. und in vielen anderen Ländern stehen sie schon Gewehr bei Fuss um Regierungs-Verantwortung zu übernehmen. Warum sind die Wähler so dumm ihnen ihre Stimme zu geben? Warum wollen Sie die guten internationalen Organisationen zerstören - die EU, die UNO, die NATO? Aber wenn man einmal genau hinschaut sieht es anders aus. Man müsste nur das Wort Nationalismus ersetzen gegen Subsidiarität. Es war einmal ein bettelarmes Land - die Schweiz: Kein Meereszugang, keine natürlichen Grenzen, relativ wenig landwirtschaftlich nutzbare Fläche, keine Bodenschätze, drei grosse Religionen, dreieinhalb Sprachen, schwierige Verkehrsverbindungen. Aber heute zählt es zu den reichsten Ländern der Welt, durch liberale Politik, grosse Kompromissbereitschaft und nicht zuletzt wegen der Subsidiarität, also auf Grund des Prinzips, dass man alles so weit wie möglich auf den unteren Ebenen entscheiden sollte, damit es nicht von oben diktiert wird. Also die Einzelperson sollte soviel wie möglich entscheiden ohne die Familie in Anspruch zu nehmen, dann kommen die Gemeinde, Kreis, Land oder Kanton, dann erst die Nation, internationale Staatengemeinschaften usw. Hätte man das auch in der europäischen Gemeinschaft beherzigt, dann würden die Briten wohl Mitglied bleiben und die Schweizer wären es vielleicht sogar geworden. Und wenn man es weiter beherzigen würde, könnte man der Politik Trumps, Salvinis, Orbans, Kaczynski usw. etwas mehr Verständnis entgegen bringen. Gemeinschaft beherzigt, dann würden die Briten wohl Mitglied bleiben und die Schweizer wären es vielleicht sogar geworden. Und wenn man es weiter beherzigen würde, könnte man der Politik Trumps, Salvinis, Orbans, Kaczynski usw. etwas mehr Verständnis entgegen bringen. Sicher wirkt sich die Europäische Union positiv für nahezu alle Bürger Europas aus. Doch sie kümmert sich um zu viele Dinge, die auf einer niedrigeren Ebene oder auf einer noch viel niedrigeren Ebene auf liberale Weise gelöst werden könnten. Zum Beispiel der Umweltschutz, Klimaschutz, Sozialpolitik, Landwirtschaftspolitik, Energiepolitik. Sie sind besser bei den Nationen oder sogar den Regionen oder Gemeinden aufgehoben. Es ist unerträglich, dass man den Polen die Abholzung eines Waldgebietes verbietet und den Italienern das fracking nach ÖL und Gas in der Poebene. Auf der anderen Seite sollte die Europäische Union ganz klar mehr Einigkeit und Aktivität entfalten bei der Aussenpolitik - Dritten gegenüber - und bei der Sicherheit und Verteidigungspolitik. Es hört sich schon wie ein Witz an, wenn die Europäer den Herrn Obama kritisierten als er die Truppen im Irak abzog und jetzt über Trump spotten, weil er das Problem Türkei - Kurden nicht so schnell hinkriegt. Immer trotteten die Europäer mit schlauen Sprüchen hinterher. Man hat in Europa immer nach der Maxime gehandelt: Das geht uns kaum an - das ist weit weg. Aber inzwischen sind Millionen Flüchtlinge in Europa und in dem NATO-Land Türkei angekommen. Nun geht es uns doch gewaltig was an. Also wir brauchen ein starkes Europa, aber auf wenige wichtige Bereiche beschränkt. Klimakatastrophe:„Wenn alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten“, warnte einst der britische Philosoph Bertrand Russel. Angesichts der totalen Gleichschaltung der staatsfinanzierten Wissenschaften, ein bedenkenswert aktuelles Zitat. Eines scheint im Geschrei über den Klimawandel kaum noch Beachtung zu finden: Bei allen Statistiken handelt es sich um Korrelationen, nicht um Kausalitäten. Wenn zwei Statistik-Kurven ziemlich gleichmässig ansteigen, dann kann das die gleiche Ursache haben, muss es aber nicht und nicht zu hundert Prozent. Was demnächst wirklich passiert, kann niemand voraussagen: Es kann sein, dass sich das Klima wieder abkühlt wie nach 1947. Dann war der menschliche Einfluss eben doch geringer als erwartet. Oder man kann gewisse Erfolge verzeichnen, dann wäre die gewaltige Anstrengung zumindest nicht ganz umsonst. Ebenso könnte es sein, dass man zwar gewaltige Anstrengungen gegen den Treibhauseffekt unternommen hat dass aber der Anstieg der Temperatur trotzdem weitergeht. Das wäre sicher das ungünstigste Szenario. Man hat dann die Weltwirtschaft geschwächt oder stranguliert, aber man muss feststellen, dass das aber nichts genützt hat. Dann fehlen auch viele der nötigen Mittel, die man dann einsetzen müsste - zum Beispiel um die Weltwirtschaft und die Weltlandwirtschaft auf höhere Temperaturen einzustellen, gefährdete Küsten zu sichern und Bevölkerungs-gruppen umzusiedeln. Man sollte sich auf jedes mögliches Szenario einstellen nicht nur auf eines, dass den grünen Schützerlingen besonders gut gefällt - den befohlenen Verzicht. Es sind immer wieder die politisch korrekten Möchtegern-Heiligen und Gutmenschen, die Faschisten (nicht Nazis), die ihre radikalen Forderungen schreiend verkünden um ihren Heiligenschein zu vergrössern und auf zu polieren. Erst der schwarz-weiss-rote Faschismus, der in Verdun endete und der Braune in Stalingrad. Hoffentlich endet der grüne Faschismus so relativ friedlich wie der Rote - auf der Bernauer Strasse. Machen wir uns aber nichts vor: Die grösste Gefahr für unsere Freiheit und das Wohlergehen der Welt wird derzeitig am meisten bedroht vom hysterischen Klima- und Umweltschutz. Dahinter verbergen sich meist auch Sozialismus und Kommunismus, diese idiotischen Ideologien, die grandios krachend gescheitert sind. Wenn wir diesen neuen Faschismus nicht bekämpfen ist es bald vorbei mit unserer Freiheit und unserem Wohlstand. Wir sind fast alle für den Umweltschutz und wir haben schon viel erreicht. In den fünfziger Jahren hat zum Beispiel in Köln niemand seine Wäsche draussen aufgehängt - sie wäre schwarz geworden und es roch des öfteren nach Kohleöfen wie noch in den neunziger Jahren in der Ex-DDR. Vieles hat man erreicht und wohl alle möchten noch mehr erreichen, aber ohne grossen Verzicht, ohne Geschrei, Panik und Fanatismus - vor allem ohne unser wirklich wunderbares kapitalistisches Wirtschaftssystem infrage zu stellen. Aber wie sollen wir uns gegen die Schützerlinge wehren? In der Schweiz könnten wir Volksabstimmungen betreiben. Das wird auch kommen, wenn die dortigen Grünen ihren Wahlerfolg missbrauchen werden. Denn man kann sich nicht immer von Wahl zu Wahl gedulden gegen die irrsinnigen neuen Gesetze, Verordnungen, Normen, Vorschriften usw. Nun, in Frankreich war man sehr sauer und hat eine ganz neue Partei und einen ganz neuen Präsidenten (Macron) gewählt. Der hatte im Wahlkampf nichts von seiner geplanten Steuererhöhung auf Benzin und Diesel gesagt und glaubte, dass man mit der moralischen Keule des Umweltschutzes in der Hand sich alles erlauben kann. Aber nicht etwa von seinen politischen Gegnern oder bekannten Persönlichkeiten kam gewaltiger Protest - sondern aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit einer guten Idee: Man trug bei den Demos gelbe Westen. Die musste man nicht extra anfertigen oder kaufen - jeder hat sie ohnehin im Wagen. Leider kam es dann doch auch zu gewalttätigen Ausschreitungen, Verkehrsbehinderungen, Zerstörungen und Brandschatzungen. Das disqualifiziert oft jede politische Forderung. Deshalb schlage ich für künftige Demos gegen hysterischen Umwelt- und Klimaschutz, für niedrigere Steuern, für Streichung vieler Gesetze, Entlassung vieler Verwaltungs-Beamten, mehr Volksrechte wie in der Schweiz usw. vor: Wenden Sie keine Gewalt an. Aber tun Sie etwas, was in der Öffentlichkeit, in den sozialen Medien und in Presse und Fernsehen garantiert viel Beachtung erfahren wird - zeigen Sie allen, die Ihnen Freiheit und Wohlstand rauben wollen - Ihren Hintern. Das ist auch sehr praktisch und ökonomisch. Auch wer keine gelbe Weste hat, einen Arsch hat er/sie immer dabei.
Müssen wir bald Gebrauchtwagen oder Möbel enteignen, weil sie zu teuer sind ?
Oder sollte man Brot beim städtischen Gesundheitsamt kaufen, damit es erschwinglich wird ? Dabei müsste es eigentlich gleichgültig sein ob man einfachere oder luxuriösere Wohnungen baut. Denn wenn ein Bewohner von einer einfachen Wohnung in eine bessere zieht und denn später in eine luxuriöse, dann bleibt er ja doch nicht in allen drei Wohnungen, sondern macht in der Regel ein oder zwei Wohnungen frei. Ein Politiker, dem wirklich günstiges Wohnen am Herzen liegt, der müsste allen potenziellen Investoren das Signal geben: Baut hier bei uns, wir werden euch nie enteignen und ihr könnt so viel Miete verlangen wie ihr wollt oder besser - wie euch die Mieter zahlen wollen. Denn wenn es untervermietete leerstehende Wohnungen gibt, dann ist das wie mit unverkauften Gebrauchtwagen - die Preise fallen. Aber die Investoren sehen in Europa - speziell in Deutschland - noch zwei Probleme: Es fehlt das zentral gelegene Bauland. Logischerweise müsste man also anstatt in die Breite in die Höhe bauen. Aber das passt vielen Schützerlingen auch wieder nicht - es zerstört das Stadtbild. Und dann gab es schon in Deutschland 2003 ca. 5000 baurelevante Vorschriften und 2019 schon deren 20.000, wie mir mein Freund Herbert versicherte.. Nun, beides wäre leicht lösbar: Man könnte drei-viertel der Bauvorschriften ersatzlos streichen und drei-viertel der Bauämter-Beamten feuern. Dann gibt es über kurz oder lang mehr als genug Wohnungen für alle. Solange kann man einem Spekulanten nur raten - trotz aller Schwierigkeiten und Risiken in Deutschland zu investieren. Die Beamten und Gutmenschen werden für tolle Profite sorgen. Aber wenn er/sie nicht so risikofreudig ist und gar noch Angst vor Enteignungen hat - dann schreckt er vielleicht doch vor Deutschland zurück. Es gibt schliesslich noch 197 andere Länder auf der Welt. Mietpreisbremse - Massenandrang bei der Besichtigung ? Kein Problemen: Bitten Sie einfach den Makler mit ihm/ihr zusammen das Klo zu besichtigen und zeigen Sie ihm, was Sie für ihn in den DIN-A5-Umschlag gesteckt haben. Nicht mehr schweigen - die hart arbeitenden Genussmenschen sollten sich nicht mehr verkriechen und Front machen gegen Schützerlinge, Greenpisser, Super-Gutmenschen, Biofanatiker und Biobauern, Verbotsfanatiker, Umwelthilfe-Helfer, Waldretter, Plastikfeinde, Sozial-Gerechtigkeits-Fanatiker, Heilpraktiker, Super-Nationalisten, Besserwisser in Politischer Korrektheit. Und für weniger Staat, viel weniger Steuern, viel weniger Beamte, mehr Lebensgenuss. Für viel Atomkraft und Freiheit, Freiheit, Freiheit.
Mit freundlichen Grüssen |
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E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu |
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