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Ultraliberale Korrispondenz |
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Ultraliberale Korrespondenz Nr. 75 - 01.10.2019 Liberalismus herrscht, wenn die Interessen des einzelnen Bürgers weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des Staates geniessen. Faschismus herrscht, wenn die Interessen des Staates weitmöglichst Vorrang vor den Interessen des einzelnen Bürgers geniessen. - Peter Paris Bei Macron brennt der Regenwald: Vor Jahren fuhr ich mindestens einmal wöchentlich in Frankreich von der Autobahnausfahrt Le Muy nach Ste. Maxime und St. Tropez. Man fährt dabei durch ein ziemlich unbesiedeltes Waldgebiet. Es brannte dort häufig, wohl weil Macron noch zur Schule oder Uni ging und nichts dagegen unternehmen konnte. Die Brände wurden weder von Bauern noch von Spekulanten angezündet. Aber es wohnen dort hunderttausende von Mensch und es gibt noch mehr Touristen, welche die Strasse benutzen. Natürlich verhalten sich nicht alle korrekt und vorsichtig. Das Waldgebiet gibt es heute noch. Aber schon damals tönte es aus dem Fernsehen tränenreich: soundsoviel Hektar Wald seien vernichtet worden. Wie vielen Fussballfeldern oder Katzenklos diese Fläche entsprach, darüber wurde man damals noch nicht unterrichtet. Einheimische konnten über diese Berichterstattung schon damals nur staunen. Ja, der Wald brannte ab, wurde aber doch nicht vernichtet. Schon Monate später spross es überall wieder ganz grün, weil die Waldbrände zur Natur gehören. Einige Pflanzen streuen ihren Samen überhaupt nur nach einem Brand aus. Die Korkeiche hingegen hat seit unendlicher Zeit ihre Korkrinde nicht in weiser Voraussicht deshalb, damit man eines Tages damit Weinflaschen verschliessen kann. Nein, es ist ihre Isolierschicht gegen das Verbrennen. Waldbrände gab es immer und wird es immer geben. So haben die Bewohner in Südeuropa ihre Dörfer meist auf einem Hügel errichtet und ringsum keine Bäume wachsen lassen, damit ihnen die Feuer nicht gefährlich werden konnten. Nur ein paar Touristen aus dem Norden legen Wert auf ihr Haus mitten im Wald. Warum meint Herr Macron eigentlich dass das in den meisten Fällen in Südamerika anders sei? Gretas zerstörte Jugend Ja, alles hängt mit allem zusammen. So hörte man auch in einer deutschen Fernsehsendung, dass die Klimaerwärmung schon vielerlei Unbill verursacht hätte. Nicht nur Orkane, Überschwemmungen, Artensterben, sondern sogar Vulkanausbrüche. Noch erstaunlicher ist jedoch , dass die Erderwärmung auch das Asperger- Syndrom hervorruft. Aber Greta muss es ja wissen Oder was hat sonst ihre Jugend zerstört? Ich hatte eine glückliche Jugend 1947 war ich neun Jahre alt. Das Jahr war ziemlich heiss. Das muss der Beginn des Klimawandels gewesen sein. Ja, die bösen/doofen Politiker haben das nur nicht erkannt. Sie haben sich nach dem Kriege mit so bedeutungslosen Sachen wie den Aufbau der Wirtschaft, Nahrungsmittelproduktion, Wohnungsproblemen, Flüchtlingsproblemen, Aufbau eines demokratischen Staates usw. befasst. So ist ihnen entgangen, dass es ein sehr heisses Jahr war. So erinnere mich an eine glückliche Zeit: In unserer Klasse waren wir 50 Schüler. Und das Schönste war - viele Hilfslehrer waren total überfordert. Sie waren auch keine ideologisch gefestigten grünen Gutmenschen, sondern freuten sich wenn sie von den Eltern auch ab und zu mal zum Essen eingeladen wurden. Richtig schön fettiger Speck war eine Delikatesse. Eine tolle Betreuung Ein Glücksumstand war auch, dass wir nicht ganztags betreut wurden. Wir hatten noch eine gewisse Freiheit. Mit 15 Jahren qualmten wir die ersten Zigaretten und ein paar Bier waren immer ganz normal. Unser bevorzugtes Hobby waren herrliche Boxkämpfe und Schlägereien in den Pausen und nach der Schule. Die Lehrer kamen nicht auf die Idee deswegen den Schulpsychologen einzuschalten, denn den gab es gar nicht. Sie verboten es uns auch nicht sondern gaben nur gute Ratschläge wie: „Du musst mehr mit der Rechten zuschlagen“. Goethe gegen Dante Immerhin, ein paar Jahre früher, kurz vor Ende des Krieges, konnte ich mich noch der politisch korrekten Gurtmenschenerziehung des Nazistaates entziehen: Meine Mutter musste arbeiten, nicht um sich selbst zu verwirklichen, sondern für den Endsieg. Nach der Schule musste ich deshalb in einen so genannten Hort gehen. Dort versuchte eine Lehrerin den Kindern das Horst-Wessel-Lied beizubringen. Die ganze Ambiente gefiel mir nicht und der Herr Wessel war mir völlig gleichgültig. Nun, vielleicht hätte ich mir einen Ruck gegeben, wenn es Freitags keine Schule gegeben hätte - Freitags für den Endsieg oder Freitags für den Wessel und wir hätten durch die Strassen laufen können und wären uns endlich mal wichtig vorgekommen. Aber ich suchte mir eine andere Betreuung, damit ich so wenig wie möglich betreut wurde. Ich ging nach der Schule zu Frau Hopfer. Eine ältere Dame , Ehefrau eines Arbeitskollegen meines Vaters, der leider im Krieg war. Sie war dem Alkohol sehr zugetan. Sie hinkte stark, wohl weil sie als junge Frau als Strassenbahnschaffnerin in Berlin unter die Räder gekommen war. Sie freute sich immer, wenn ich zu ihr kam und liess mich in Ruhe. Es gab kein Spielzeug, aber zwei Gipsfiguren - Goethe und Dante. Dante fand ich besonders schick. Er hatte so eine tolle Haube auf. Von Frau Hopfer erfuhr ich, dass die beiden hochintelligente Typen waren. Also organisierte ich zwischen den beiden Figuren lange und heftige Streitgespräche. Sie schenkten sich kein Argument: Dante gegen Goethe und Goethe gegen Dante. Als meine Mutter herauskriegte wie ich mich betreute, war sie zunächst entsetzt. Doch Frau Hopfer und mir gelang es schliesslich, Sie von dieser grossartigen Lösung zu überzeugen. Später hörte ich dann noch von Frau Hopfer, dass sie nach einer schönen Silvesterfeier den Weihnachtsbaum gleich mit Kugeln und Kerzen in den Ofen gesteckt hatte. Ihr Ende entsprach ihrem glücklichen Naturell: Man fand sie nach einen schönen Abend tot auf der Toilette Ihres Lieblingsrestaurants in Greiz/Thüringen, damals DDR. Also meine Jugend wurde nicht zerstört, nicht von der Hitze des Jahres 1947, nicht von der mangelnden Ganztagsbetreuung, nicht von den Auspuffgasen der Holzvergaser die damals an unserem Haus vorbeifuhren und noch nicht mal von der fünf im Sportunterricht die man mir verpasst hatte weil ich zwar leidenschaftlich und häufig boxte aber mich standhaft weigerte mich mit den Stufenbarren oder den Kletterstangen auch nur zu beschäftigen. (In Deutschland ist die 5 die zweitschlechteste Note.) Noch nicht einmal die Industrieabgase später in Köln, wo keiner mehr Wäsche aufhängen konnte, hatte uns geschadet. Immerhin - viele der Gutmenschen, die uns unterrichten sollten, wussten damals nicht mehr was politisch korrekt war. Sie wagten nicht mehr, den Heldentod von Verdun oder Stalingrad zu predigen. Als wir die sowjetische Besatzungszone verliessen waren die Jungen Pioniere noch nicht gegründet und die grün-maskierten Kommunistenschweine noch nicht in Sicht. Immerhin, ich konnte mich schon an zwei Fremdsprachen versuchen: In der Sowjetisch-besetzten-Zone versuchte eine Neulehrerin uns Russisch beizubringen,obwohl sie das auch nicht konnte. Sie lernte das gerade und war nur immer eine Lektion voraus. Nach unserer Flucht in die Französische Besatzungszone hatten wir dann 6 Stunden Französisch pro Woche. Auch gut. Es stellte sich als nützlich heraus als ich Jahre später mit Freunden zu den Striptease-Lokalen nach Paris fuhr und die knisternde erotische Atmosphäre von St.Tropez geniessen durfte. Die Heiligenscheinfreaks Sie haben für ihre Mitmenschen meist nicht viel getan. Oft haben sie auf Staatskosten studiert und Diplome angehäuft. Sie lassen sich weiter vom Staat durchschleppen mit Aussicht auf eine großzügige Beamten- Pension. Sie wollen gute Menschen sein. Sie erwarten ihr Heil vom Staat, der für sie alles gut plant. Im Grunde lieben sie nicht die Freiheit, deshalb können sie auch keine wirklichen Liberale sein - obwohl sie sich oft so schimpfen. Sie halten Karl Marx noch immer nicht für einen der größten Dummköpfe der Geschichte. Sie sind enttäuscht dass überall Sozialismus und Kommunismus krachend gescheitert sind. Sie freuen sich deshlb, dass sie anderweitig ihren wundervollen Charakter unter Beweis stellen können. Sie retten nun die Umwelt. Sie retten das Klima . Sie retten die Welt. Sie retten die Menschheit. Wichtig für sie ist auch, dass nicht alle mit ihnen einverstanden sind, denn die anderen - das sind die Bösen, die Dummen die Unverantwortlichen. Aber es gibt immer noch keinen Nachweis dafür, dass die Erderwärmung nur menschen- gemacht ist. Wenn man einen vernünftigen Menschen oder Wissenschaftler fragt, ob es eine menschengemachte Erderwärmung gibt, muss er natürlich Ja sagen. Denn schon wenn ich eine Kerze anzünde erwärmt sich die Atmosphäre. Aber kein Mensch kann sagen, wie gross der menschliche Einfluss ist. Unter vernünftige Menschen müsste man deshalb entscheiden dass man sich auf mehrere Möglichkeiten einstellt: Entweder das Klima wird sich weiter erwärmen oder nicht. Beides ist möglich. Den menschlichen Einfluss auf die Erwärmung könnte man leicht und billig steuern: Man braucht nur -. beispielsweise in Europa - ein paar hundert neue Atomkraftwerke zu bauen und schon kann man alle mit billiger Energie versorgen sobald man auf den Unsinn des Rückbaus verzichtet, der nur unnötige Kosten verursacht. Wenn man auf diese Aktivitäten keinerlei Steuern mehr erheben würde, bekämen alle superbilligen Strom. Sie würden auf die dämlichen Hausisolierungen verzichten und schon um Geld zu sparen ihre Ölheizung abschaffen. Mit billigem Strom kann man auch Wasserstoff erzeugen und damit Diesel und Benzin aus den selben Tankstellen ersetzen. Damit würde man die jetzt gesetzten Ziele spielend erreichen. Aber es könnte ja sein, dass die Erderwärmung weitergeht und trotzdem nicht hauptsächlich vom Menschen gemacht ist. Auch darauf sollte man sich einstelen: gefährdende Inseln und Städte ohne Eile auf eventuelle Probleme vorbereiten, indem man Deiche, Mauern, und eventuell Umsiedlungen plant. Man könnte auch durch mehr Genmanipulation Pflanzen an wärmeres Klima gewöhnen. Der Vorteil des Menschen in der Entwicklung war ja immer, dass er sehr flexibel war und ist. Und das wird er auch in Zukunft sein. Aber diese Überlegungen passen den Umwelt- und Klimaschützerlingen gar nicht: Sie möchten keine Lösungen finden sondern den Verzicht predigen damit ihr Heiligenschein grösser wird und noch heller leuchtet. Es wird aber nicht lange auf sich warten lassen, da werden die vernünftigen, fleissig arbeitenden, freiheitsliebenden Bürger diese Halunken bei den Wahlen und Abstimmungen zum Teufel jagen. Hoffentlich dauert das nicht zu lange. Leider haben wir in Europa keinen Donald Trump. Hunderttausende junger Leute auf den Strassen sprechen für uns alle ? Oh ja, das gabs schon mal: 1968 war Paris und ganz Europa in Aufruhr. Unter der Führung von Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer und anderen Landstörzern machten sie viele Städte unsicher. Infolge der schieren Masse ihrer Anhänger waren sie sicher, dass sie politisch bald das Sagen haben werden. So kandidierte einer von ihnen - Herr Krivine - für das französische Präsidentenamt. Aber ach - er kriegte nur 1,08 % der Stimmen. Hunderttausende auf den Strassen sind eben nicht Zig-Millionen an der Wahlurne. Und den Freitags-Schulschwänzern wird es nicht anders ergehen, sobald die Menschen mal kurz nachgedacht haben. Wichtig ist, dass wir künftig die hysterische Umwelt- und Klimapolitik entschlossen bekämpfen. Stehen wir ein für eine logische, bewährte Politik - für Demokratie, Wachstum, Fortschritt, Technik, Chemie, Lebensgenuss, Konsum, Privatwirtschaft, Privatkapital, niedrige Steuern, wenig Verwaltungsbeamte, wenig Staat, weniger Gesetze, Vorschriften, Normen, Verordnungen, viele Atomkraftwerke, persönliche und wirtschftliche Freiheit, Freiheit, Freiheit.
Mit freundlichen Grüssen |
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E-mail: liberalissimo@euroschumann.eu |
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